Nach Wahl-Pleite: Schnell will komplette Legislaturperiode bleiben
- Salzburger FP-Chef: "Bin ja ASVG-Pensionist. Sonst müsste ich ja in die Arbeitslose gehen."
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Der Salzburger FPÖ-Chef Karl Schnell hat Mittwoch Abend nach dem Bundesvorstand der Freiheitlichen bekräftigt, dass er trotz der zweistelligen Verluste bei der sonntägigen Landtagswahl nicht an einen Rückzug denkt: "Ich wüsste nicht, warum sich personell etwas ändern soll", meinte er gegenüber Journalisten. Ganz im Gegenteil will er sogar die gesamte Legislaturperiode im Amt bleiben: "Ich bin ja ASVG-Pensionist. Sonst müsste ich ja in die Arbeitslose gehen".
Auch in der Stadtpartei sieht Schnell keinen personellen Handlungsbedarf. Der Landeschef geht davon aus, dass die Stadtobfrau Doris Tazl wie er selbst weiter im Amt bleibt. Berichte, wonach er Tazl für die Niederlage der Salzburger FPÖ verantwortlich macht, wies Schnell zurück. Man habe ja ungefähr gleich viel verloren. Dass es Probleme zwischen Stadt- und Landespartei gegeben hat, bestritt der Obmann nicht. Diese werde man aber lösen.
Die Spitze der Bundespartei ließ offen, ob man mit Schnells Bleiben im Amt Freude hat. Obmann Herbert Haupt erklärte, man werde ein Arbeitsprogramm für die Salzburger FPÖ entwickeln. Dann werde man sehen, wer für die Umsetzung am Besten geeignet sei. Gleichzeitig verteidigte der Parteichef Schnell, sei gegen den Salzburger Parteichef doch ein "massiver Vernaderungs-Wahlkampf geführt worden". Die geschäftsführende Parteiobfrau Ursula Haubner meinte, es müsse nicht immer personelle Veränderungen geben.
Trost hatte die Partei für Schnell jedenfalls in flüssiger Form parat. Der Salzburger Parteichef durfte mit gebranntem Birnenschnaps abreisen, den ihm Haubner überreicht hatte. (apa/red)
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