Eklat in Kärnten: Seifried-Sager für Ambrozy "jenseits der Verstandesebene"
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Peter Ambrozy will sich als Kärntner SPÖ-Chef durch die heftige Kritik des Wolfsberger Bürgermeister Gerhard Seifried nicht abschießen lassen. Ganz im Gegenteil meinte er vor Beginn des Bundesvorstands der SPÖ: "Aus jetziger Sicht werde ich wieder für den Parteivorsitz kandidieren". Seifried hält er nach dessen Aussagen für ungeeignet, eine Spitzenposition einzunehmen: "Wer so diskutiert, ist für jede Führungsaufgabe nicht geeignet." Das Vorgehen des Bürgermeisters ist für Ambrozy "jenseits der Verstandesebene".
Das Motiv für den harschen Auftritt Seifrieds in der "ZiB2" vom Dienstag sieht der Kärntner SP-Chef darin, dass der Wolfsberger Bürgermeister "ziemlich lange Medien-Abstinenz gehabt hat". Die SPÖ habe sich aber als "sehr geschlossene Partei" gezeigt, verwies Ambrozy auf diverse Äußerungen von Kärntner SP-Spitzen, die sich gegen Seifried gestellt hatten. Dieser hatte ja gefordert, das gesamte Landespräsidium der SPÖ auszuwechseln und gemeint, auch mit dem Karawanken-Bär hätte man bei der Landtagswahl kein schlechteres Ergebnis erziel.
Neuerlich warf der Landeschef Seifried vor, im Wahlkampf in Kärnten nichts beigetragen zu haben. Der Bürgermeister habe am Balkon gesessen und zugeschaut, wie die anderen wahlgekämpft hätten. Trotz des deftigen Auftritts von Seifried droht dem Wolfsberger Stadtchef offenbar kein Parteiausschluss. Wenn jemand seine Meinung äußere, sei nicht über Konsequenzen zu reden, meinte Ambrozy. (apa)
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