Kärnten-Wahl: Scheucher verzichtet auf Sitz im Landtag
- ÖVP-Spitzenkandidatin bleibt im Nationalrat
- "Ich bedaure das Wahlergebnis sehr, ebenso die Entwicklung in der Kärntner ÖVP nach der Wahl"
·Wahl-Pleite
ÖVP-Kärnten in argen Turbulenzen
·Kärnten-Wahl
Scheucher nicht bei VP-Verhandlern
·FP-Chef-Frage
Haider bereit, aber "keine Ambition"
·Haider als LH?
SP: "Derzeit weder Ja noch Nein"
·SCHREIBEN SIE!
Denkzettel-Wahl für Schüssel-Politik?
·MITSTIMMEN bei der Online-Umfrage
Soll Jörg Haider wieder FPÖ-Chef werden?
Die Spitzenkandidatin der Kärntner ÖVP bei der Landtagswahl, Elisabeth Scheucher, hat am Mittwoch auf das ihr zustehende Landtagsmandat verzichtet und bleibt somit im Nationalrat. Sie setze diesen Schritt "unter dem Eindruck des negativen Wahlergebnisses und nach reiflicher Überlegung", ließ die 50-Jährige wissen. Die ÖVP war am Sonntag um 9,1 Prozent auf rund 11,6 Prozent abgestürzt.
"Ich bedaure das Wahlergebnis sehr, ebenso die Entwicklung in der Kärntner ÖVP nach der Wahl. In der Kärntner Volkspartei scheinen jene Kräfte bestimmend zu bleiben, die den jahrelangen Niedergang dieser Partei mitverursacht haben. Ich wünsche mir nicht, dass mein Rücktritt jene fördert, die den bisherigen Weg der Erfolglosigkeit fortzusetzen gedenken, sondern jene stärkt, die für eine Erneuerung der Kärntner Volkspartei eintreten. Mein Appell an die Verantwortlichen in der Kärntner Volkspartei ist der, mutig den unerlässlichen Schritt zu einer umfassenden personellen Erneuerung zu setzen", hieß es in einer schriftlichen Erklärung Scheuchers.
Die Spitzenkandidatin hatte nach der Wahl den Wunsch geäußert, ihr Mandat im Landtag anzunehmen. Das war aber innerparteilich auf scharfe Kritik gestoßen. So hatte der Abgeordnete Raimund Grilc damit gedroht, sein eigenes Mandat nicht anzunehmen, und Noch-Bundesrat Franz Gruber sogar einen "Aufstand" in Aussicht gestellt, falls Scheucher nicht verzichten sollte. Das jetzt frei werdende Mandat fällt an den Obmann des Bezirkes Klagenfurt-Land und ehemaligen Landesrat Robert Lutschounig. (apa/red)
Dalai Lama in Österreich14:12
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
Präsidentenwahl in Serbien09:39
Traum von GroßserbienNeuer Präsident Nikolic kann sich nicht von nationalistischen Ideen lösen
