ÖVP korrigiert ihren Kurs: "Erbe" Haslauer kritisiert Schausberger!
- Landeshauptmann tritt nach Wahl-Debakel ab, führt noch Koalitions-Verhandlungen

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Der designierte Salzburger ÖVP-Chef Haslauer will seine Partei inhaltlich anders ausrichten als sein Vorgänger LH Franz Schausberger. "Wir müssen wieder mehr Gesellschaftspolitik machen, das kam zu kurz. Die Politik hat sich zu sehr an Sachpolitik orientiert - ob man ein neues Museum, ein Stadion oder ein Straßenstück baut",
So kritisiert Haslauer im Mittwoch-"Kurier" Schausbergers Kurs. Durch die Arbeitsflut hintangestellt worden sei auch "das Zugehen auf die Leute."
Bedenken wegen seiner politischen Unerfahrenheit hat Haslauer nicht: Er komme aus einer Familie, der Politik nicht fremd sei (sein Vater war Salzburgs Ex-Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Anm.). Außerdem sei es ein Vorteil, wenn man "unbelastet von der Vergangenheit einsteigt. Frischer Wind tut gut", so der künftige Salzburger VP-Chef.
Die von Schausberger angekündigte Nach-Wahldebatte mit der Bundespartei werde es in dem Stil nicht geben. "Ich rede nicht Tacheles. Die Regierung macht sehr gute Arbeit. Natürlich war manches nicht hilfreich. Wir hätten uns einen sensibleren Umgang gewünscht. Verloren haben die Wahl aber wir", so Haslauer. (apa, red)
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