Nach Wahl-Pleiten: Schüssel hat "keine Angst vor Haider"
- Bundeskanzler will sich an niemandem abputzen
- Schüssel nimmt Lopatka aus dem Schussfeld
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Haider bereit, aber "keine Ambition"
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Soll Jörg Haider wieder FPÖ-Chef werden?
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel war am Dienstag nach dem Ministerrat trotz der Wahlniederlagen seiner ÖVP in Salzburg und Kärnten um Gelassenheit bemüht. Kritik an der Regierungspolitik wies der VP-Obmann zurück. Gleichzeitig betonte Schüssel, er hätte keine Angst vor einem wieder erstarkten Jörg Haider. Vielmehr erwarte sich der Bundeskanzler gute Arbeit von Haider in Kärnten!
Schüssel weist Kritik zurück
Es sei so, dass manche Reformen langfristig angelegt seien und ihre gesamte Wirkung noch nicht in den ersten Tagen klar werde. Er sei sicher, dass am Ende auch Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl die Richtigkeit der Reformen sehen werde. Dieser hatte am Vortag noch von "Pleiten, Pech und Pannen" im Zusammenhang mit der Umsetzung von Regierungsmaßnahmen gesprochen.
Schuldzuweisungen vermied Schüssel: "Als Solidargemeinschaft putzen wir uns an niemandem ab". Er habe den Landesparteien Ratschläge vor den Wahlen unter vier Augen im kleinen Kreis gegeben. Grundsätzlich seien Landtagswahlen in der Verantwortung und Autonomie der Landtagsparteien.
In Schutz genommen wurde von Schüssel VP-Generalsekretär Reinhold Lopatka, der zuletzt ja von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll angegriffen worden war. Auf eine Frage, ob es in der Parteizentrale Änderungen geben werde, meinte Schüssel: "Warum? Die Arbeit ist gut." Man bereite sich jetzt sehr gut und sehr professionell auf die nächsten Wahlgänge vor.
Keine Angst vor Haider
Keine Angst hat Schüssel vor einem jetzt erstarkten Kärntner LH Jörg Haider. Wenn er sich fürchten würde, säße er nicht hier, meinte der Kanzler. Von Haider erwarte er sich gute Arbeit für Kärnten. FP-Chef Herbert Haupt, der den in Brüssel weilenden Vizekanzler Hubert Gorbach vertrat, drückte seine Erwartung aus, dass Haider als LH in Kärnten bestätigt wird. Der Alt-Parteiobmann sei schon jetzt auf Bundesebene ein wichtiger Meinungsträger und daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern, so der Sozialminister. (apa)
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