FP-Chef-Frage: Haider bereit, aber "keine Ambition"
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Nach dem fulminanten Wahlsieg in Kärnten schließt Jörg Haider nicht aus, wieder FPÖ-Obmann zu werden. Er "habe aber keine Ambition", betonte der Kärnten Landeshauptmann am Montagabend zu Rufen innerhalb seiner Partei, er solle wieder an die Parteispitze zurückkehren.
"Da müssen ein paar Fragen geklärt werden. Ich bin nicht der Butler der FPÖ, der durch Österreich tingelt und für alle alles macht. Ich habe jeden Wahlkampf geführt und war der Letzte in jeder Disco. Ich lass mich nicht mehr verschleißen. Die FPÖ muss lernen, wie sie selbst ihre Chancen nutzt", sagt Haider.
Rückzug mit 59
In dem Interview kündigt Haider auch an, sich in fünf Jahren aus der Politik zurück ziehen zu wollen. "Es gab Zeiten, da wollte ich den Bundeskanzler anstreben. Beim Regierungsalltag in Wien ist man aber vom Volk weit weg. Darunter leide ich. Da bin ich lieber noch fünf Jahre Landeshauptmann. Dann ziehe ich mich mit 59 aus der Politik zurück."
Kärnten etwas zurückgeben
Auf die konkrete Nachfrage, ob er sich selbst das Ablaufdatum 2009 gebe, sagt Haider: "Ich war 25 Jahre aktiv und will Kärnten etwas von dem zurückgeben, was es mir als Zuagrasten lieb gegeben hat."
Der Wahlerfolg vom Sonntag war für Haider "der Höhepunkt meiner politischen Laufbahn". "Es ging sehr um mich persönlich." Die Ereignisse in Knittelfeld und die darauf folgenden Niederlagen der FPÖ waren für ihn "eine finstere Zeit. Nur dank meiner Freunde konnte ich mich noch einmal hoch kämpfen. Es ist ein tolles Gefühl, wieder da zu sein."
Als seinen schwersten Fehler nennt er, im Jahr 2000 die Parteiführung an Susanne Riess-Passer abgegeben zu haben. "Ich dachte, ich schaffe der neuen schwarz-blauen Regierung Luft, wenn ich mich zurücknehme. Das war naiv gedacht." (apa)
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