Montag, 8. März 2004

Strache: Haider-Comeback an Parteispitze kein Thema

  • "Kärntner Erfolgsmodell" als Vorbild für den Bund
  • MITSTIMMEN: Soll Haider wieder FP-Chef werden?

Laut dem am 6. März neu gewählten Parteichef der Wiener FPÖ, Heinz-Christian Strache, ist eine Rückkehr des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider an die Spitze der Bundespartei derzeit "kein Thema". Auch wenn sich gezeigt habe, dass es dort Wahlerfolge gebe, wo Haider vorne stehe. Personelle Fragen sollen beim Bundesparteivorstand am Mittwoch aber nicht im Vordergrund stehen: "Das ist kein Parteitag."

"Jetzt geht es vor allem darum, dass Haider als Landeshauptmann angelobt wird", sagte Strache im Gespräch mit der APA am Montag. Wichtig sei zudem, dass das "Erfolgsmodell Kärnten" nun auch in anderen Ländern und auf Bundesebene umgesetzt werde.

Eine Überraschung mit bundespolitischem Aspekt hat es auch am Samstag beim Parteitag der Wiener FPÖ gegeben: Parlaments-Klubobmann Herbert Scheibner wurde nicht mehr in den Parteivorstand gewählt. "Das war sicher nicht gegen die Person gerichtet", versicherte Strache heute. Vielmehr sei es wohl ein Zeichen gewesen, dass sich viele Delegierte eine andere Arbeit auf Bundesebene wünschen.

"Da waren einige der Ansicht, dass das FPÖ-Profil gegenüber dem Koalitionspartner ÖVP geschärft werden sollte", meinte Strache - der laut eigenen Angaben selbst von der Abwahl Scheibners überrascht worden ist.

Scheibner hat bei der ersten Runde der Vorstands-Wahl nur rund 48 Prozent der Delegierten-Stimmen erhalten. Für eine Wiederwahl wären jedoch mindestens 50 Prozent notwendig gewesen. Der Parlaments-Klubchef hatte daraufhin auf ein Teilnahme am zweiten Wahlgang verzichtet und seine Kandidatur zurückgelegt. (apa)

8.3.2004 12:38