Samstag, 13. März 2004

Von Eisbrocken getroffen: Skifahrerin starb in Saalbach-Hinterglemm

  • Mit Eis und Schnee bedeckter Baum war am Pistenrand abgebrochen
  • Frau verstarb noch an der Unfallstelle

Zu einem tragischen Unfall kam es am Samstag auf der Zwölferhorn-Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm. Eine deutsche Skiurlauberin war von über die Piste herabstürzenden Eisbrocken getroffen worden. Die 50-Jährige wurde dabei so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb.

Oberhalb der Unglücksstelle befand sich eine Schneekanone, die in Betrieb war. Bei ungünstigem Wind werde ein Teil des Kunstschnees in das an den Pistenrand angrenzende Waldstück geblasen. Dadurch bilde sich auf den Bäumen eine harte Kruste aus Eis und Schnee.

Am Samstag hatte eine Skifahrergruppe etwa 80 Meter unterhalb des Steilstücks, bei dem die Schneekanone aufgestellt war, auf Nachkommende gewartet. In diesem Moment sei von einem Baum ein etwa sechs bis acht Meter langes Stück abgebrochen.

Dadurch wurden Eis- und Schneebrocken über die Piste hinuntergeschleudert. Laut Zeugenaussagen soll der größte dieser Brocken 80 Zentimeter Durchmesser gehabt haben.

Skifahrer, die den Zwischenfall beobachtet hatten, warnten die Skigruppe vor der Gefahr. Doch die Frau, die mit dem Rücken zum Hang stand, konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren. Sie wurde von einem großen Brocken erwischt und stürzte. Dabei erlitt sie schwere Kopfverletzungen. Für sie kam jede Hilfe zu spät.
(apa, red)

13.3.2004 15:55