Dienstag, 9. März 2004

Abfangjäger-Übergang fix: Bundesheer mietet 12 Schweizer F-5

  • Mietpreis für vier Jahr: 75 Mio. Euro
  • UMFRAGE: Braucht Österreich überhaupt neue Abfangjets?

Die Lücke in der Luftraumüberwachung zwischen dem Ausscheiden des Draken und dem Eintreffen der Eurofighter ist geschlossen. Verteidigungsminister Günther Platter präsentierte Dienstagnachmittag in einer Pressekonferenz ein Mietpaket für zwölf Kampfflugzeuge des Typs F-5 von der Schweizer Armee. Die Übergangslösung kostet für vier Jahre 75 Mio. Euro.

Die altersschwachen Draken werden im kommenden Jahr endgültig außer Dienst gestellt. Laut Plan werden die ersten vier Eurofighter frühestens im zweiten Quartal 2007 geliefert. Insgesamt wird Österreich bis 2009 18 Eurofighter erhalten.

Die zwölf "F-5"-Abfangjäger sollen zwischen dem Sommer 2004 und 2005 nach Österreich überstellt werden. Die Flugzeuge werden von österreichischen Piloten mit österreichischem Hoheitszeichen geflogen. Für die Wartung werde weitgehend die Schweiz zuständig sein.

Die altersschwachen Draken sollen so lange wie möglich parallel dazu im Einsatz bleiben. Dazu werden auch Teile einzelner Maschinen als Ersatzteile für andere Flugzeuge verwendet. Zu einer Verlängerung des Wartungsvertrages mit der schwedischen Industrie ist es laut Platter aus zwei Grünen nicht gekommen: zum einen hätte die "Lufttüchtigkeit" der Flugzeuge nicht sichergestellt werden können und zum anderen hätten die Schweden einen zu hohen Preis verlangt. In Sachen Eurofighter sagte der Minister, er wolle bereits vor dem offiziellen Liefertermin 2007 einen "Einstieg" aber möglich machen. Dabei werde es vor allem um die Ausbildung der Piloten gehen. Die Gespräche darüber könnten nun "ohne Druck" geführt werden: "Wir werden mit den Betreibernationen weiterhin in Kontakt bleiben." (apa)

9.3.2004 13:51