Parmalat-Skandal zieht Kreise: 150.000 Euro an Prodi!
- Tanzi unterstützte Prodis Wahlkampagnen 1996 und 2003
- PLUS: Die Details der Parmalat-Pleite
·Parmalat-Crash
Landwirtschafts- Minister in Nöten
·Parmalat-Crash
Neuer Chef will Banken verklagen
·Parmalat-Pleite
1.000 Geschädigte in Österreich!
·Parmalat-Pleite
Tanzi-Kinder & Bruder verhaftet
·Parmalat-Pleite
Justiz fahndet nach Geheimkonten!
·Parmalat-Pleite
Buchhalter nahm sich das Leben!
Der inhaftierte Firmengründer des insolventen Milch-Multis Parmalat, Calisto Tanzi, soll EU-Kommissionspräsident Prodi 150.000 Euro gezahlt haben. Nach Angaben der Tageszeitung "Libero" führte der Großindustrielle eine intensive Lobbyingarbeit, um sich die Gunst der politischen Elite zu sichern. Tanzi habe zugegeben, Prodis Wahlkampagne 1996 und 2003 mit je 75.000 Euro finanziert zu haben.
"Die Finanzierungen für Prodi wurden von seinem Freund Gianni Pecci gefordert. Das Geld wurde bar aus den Parmalat-Kassen genommen", wurde Tanzi von "Libero" zitiert. Prodi reagierte verärgert auf den Zeitungsbericht. Seine Rechtsanwälte wollen gegen "Libero" wegen Verleumdung verklagen und Schadenersatz fordern.
Bereits am 2. März hatte die Zeitung einen Bericht über angebliche Zahlungen Tanzis an Prodi veröffentlicht. Gianni Pecci, Vertrauensmann Prodis und Organisator seiner Wahlkampagne, bestritt jedoch den Bericht der Berlusconi-nahen Tageszeitung heftig und versicherte, dass Tanzis Subvention nicht mehr als 4.500 Euro betragen hatte.
Tanzi sorgt auch wegen seines angeblich angeschlagenen Gesundheitszustands für Schlagzeilen. Nach Angaben seines Rechtsanwalts sei der seit dem 27. Dezember inhaftierte Firmengründer des insolventen Nahrungsmittelkonzerns stark abgemagert. "Er isst fast nichts mehr und fragt immer nach seinen Kindern", sagte der Rechtsanwalt. Auch Tanzis älteste Kinder Francesca und Stefano befinden sich wegen betrügerischen Bankrotts in Untersuchungshaft. (apa)
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben

