Donnerstag, 4. März 2004

12,7 Mio. Euro: ÖIAG verteidigt Beratungskosten

  • Aufwand bei 1,1 Mrd. Euro Transaktionsvolumen "angemessen"
  • ÖIAG-Nettoverschuldung auf 1,74 Mrd. Euro gesenkt

Zu den Vorwürfen von SP-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter stellt die ÖIAG fest, dass die Höhe der im Jahr 2003 angefallenen Beratungskosten in Bezug auf die erbrachten Leistungen angemessen sei. Auch entspreche der Beratungsaufwand dem Transaktionsvolumen, das im Vorjahr durch die Privatisierungen von voestalpine und Böhler-Uddeholm, durch die Umtauschanleihen der Telekom Austria und voestalpine sowie den Verkauf der Postbus AG deutlich über den Aktivitäten des Vorjahres gelegen sei.

Die für die 2001 erfolgte Dorotheum-Privatisierung im Jahr 2003 ausgewiesenen Kosten seien ausschließlich Anwaltskosten, die im Zusammenhang mit den in den USA anhängigen Sammelklagen wegen Vermögensentziehung während der NS-Zeit stehen. Die Übernahme dieser Kosten durch den Verkäufer sei vertraglich festgelegt gewesen.

Ingesamt sei 2003 ein Transaktionsvolumen in Höhe von 1,1 Mrd. Euro erzielt worden, wobei rund 532 Mio. Euro auf Privatisierungserlöse sowie rund 570 Mio. Euro auf die Emission von zwei Umtauschanleihen entfielen. Die damit zusammenhängenden Beratungskosten hätten sich auf rund 12,7 Mio. Euro belaufen. Die erbrachten Beraterleistungen hätten maßgeblich zum Erfolg der Privatisierungen sowie zur deutlichen Wertsteigerung der Beteiligungen beigetragen und würden sich im international üblichen Ausmaß bewegen.

Trotz umfangreicher Privatisierungen sei der Wert des Beteiligungsportfolios nachhaltig gesteigert worden. Gleichzeitig sei die Nettoverschuldung der ÖIAG im Jahr 2003 von rund 2,04 Mrd. Euro auf rund 1,74 Mrd. Euro gesenkt worden. 200 Mio. Euro wurden für das Geschäftsjahr 2002 an die Republik Österreich abgeführt, weitere 100 Mio. Euro sind für das Geschäftsjahr 2003 budgetiert. (apa)

4.3.2004 15:41