Mittwoch, 3. März 2004

VA Tech-Übernahme: Kovats verhandelt mit Grasser

  • Mirko Kovats in NEWS: "Garantiere Zentrale in Österreich"
  • Privatisierung: ÖIAG soll 13 Mio. an Berater gezahlt haben

Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtete Anfang März, dass der Industrielle Mirko Kovats die Totalübernahme des Linzer Technologie-Konzerns VA Tech intensiv vorbereitet: Laut NEWS hat Kovats Finanzminister Karl-Heinz Grasser zu einem vertraulichen Gespräch getroffen, um über jene 15 Prozent an der VA Tech, die von der Staatsholding ÖIAG gehalten werden, zu verhandeln.

Kovats bestätigte das Treffen mit Grasser gegenüber NEWS und auch, dass er mit dem Finanzminister über die VA Tech gesprochen hat.

Industrie-Sanierer Kovats, der gemeinsam mit dem Investment-Banker Ronny Pecik aktuell 12,53 Prozent an der VA Tech hält, soll sich laut NEWS gegenüber Grasser als bestmöglicher Kernaktionär für den Linzer Industriekonzern präsentiert haben. "Ich halte mich für einen höchst geeigneten Kernaktionär, weil ich die Unternehmenszentrale und die Wertschöpfung in Österreich garantiere, soweit ich es beeinflussen kann", erklärte Kovats gegenüber NEWS. Die Voraussetzung dafür sei, dass die derzeit defizitäre VA Tech wieder Gewinne mache.

Finanzierungsspezialist Ronny Pecik, der für Kovats unter anderem die Übernahme der spanischen Babcock Boersig und der Schweizer Inova vorbereitet hat, stellt derzeit laut NEWS ein Finanzkonsortium zusammen, um die für die Übernahme notwendigen rund 500 Millionen Euro aufzubringen.

Als ersten Schritt soll eine Kapitalerhöhung für die börsennotierte VA Tech vorgenommen werden, wobei die ÖIAG keine neuen Anteile zeichnen und die Kovats-Gruppe somit größter Aktionär wird. "Wir sind über unsere Bezugsrechte hinaus bereit, bis zu einem Gesamtanteil von 19,99 Prozent alle jungen Aktien bei der Kapitalerhöhung zu zeichnen", so Kovats zu NEWS. Ab einem Anteil von 20 Prozent müsste er sofort ein Übernahmeangebot legen.

(NEWS)

3.3.2004 12:38