Mittwoch, 3. März 2004

Schlechte Nachricht: Benzin und Diesel bis zu 3 Cent gestiegen

  • ARBÖ kritisiert das eilige Tempo bei Spritpreis-Erhöhungen
  • Sprit bald teurer? Gorbach-Idee löst heftige Debatte aus

Schlechte Nachricht für Österreichs Autofahrer: An fast alle Tankstellen in Österreich ist am Mittwoch der Literpreis für Benzin (95 und 98 Oktan) und Diesel um bis zu drei Cent angehoben worden, teilte der Autofahrerclub ARBÖ mit. Begründet wird die Preisrunde mit den gestiegenen Rohöl- und Produktenpreisen in den letzten Tagen.

Der ARBÖ kritisierte das eilige Tempo bei den Erhöhungen. Wenn es darum gehe, die Preise nach unten anzupassen, würden die Mineralölfirmen dagegen nur zögerlich reagieren. In der Vergangenheit seien auch die Vorteile durch den starken Euro zu wenig an die Konsumenten weitergegeben worden.

Die Mineralölkonzerne würden die Preisrunde mit den gestiegenen Rohöl- und Produktenpreisen in den letzten Tagen begründen, so der ARBÖ weiter. Das OPEC-Sekretariat in Wien gab am Mittwoch den so genannten Korbpreis der wichtigsten Ölsorten für den Vortag mit 32,48 Dollar je Fass (159 Liter) an. Über 32 Dollar hatte OPEC-Öl zuletzt am 13. März 2003 (32,42 Dollar) gekostet.

OPEC-Rohöl-Preis mit Jahreshoch
Als Grund für den hohen Preis nennen Experten neben der OPEC-Förderpolitik die labile politische Situation in Venezuela und die weiterhin schleppende Wiedereingliederung des Irak in die internationalen Ölmärkte. Ungeachtet des hohen Preises hatten die OPEC-Minister jüngst beschlossen, ihre Förderungen zum 1. April um eine Million auf 23,5 Millionen Fass am Tag zu reduzieren.

Die OPEC war bisher darauf aus gewesen, den Korbpreis innerhalb eines Preisbandes von 22 bis 28 Dollar zu halten. Tatsächlich notiert der Ölpreis nun schon seit 61 Handelstagen über der 28-Dollar-Marke. (APA/Red.)

3.3.2004 11:24