Mittwoch, 3. März 2004

Neuer Bier-Riese: Interbrew und AmBev fusionieren

  • Durch Zusammenschluss entsteht weltgrößter Bierkonzern
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Auf dem weltweiten Biermarkt gibt es einen neuen Branchenführer: Der belgische Bierkonzern Interbrew und der brasilianische Brauer Companhia de Bebidas das Americas (AmBev) schließen sich zusammen. Die Fusion wird über einen Aktientausch vollzogen, wie Interbrew am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

Interbrew und AmBev verdrängen mit einer gemeinsamen Jahresproduktion von zusammen 190 Millionen Hektoliter den US-Bierriesen Anheuser-Busch vom Spitzenplatz. In den vergangenen Tagen hatte es wiederholt Spekulationen über einen Zusammenschluss der weltweit viert- und fünftgrößten Brauerei gegeben.

In der komplizierten Transaktion wird Interbrew insgesamt 141,7 Millionen neue Aktien ausgeben, um den AmBev-Anteilseigner Braco komplett zu übernehmen. Dadurch erhält Interbrew einen 21,8-prozentigen Anteil an AmBev.

AmBev wird seinerseits 9,5 Milliarden Stammaktien und 13,8 Milliarden Vorzugsaktien an Interbrew ausgeben und Schulden der Belgier von 1,5 Mrd. Dollar (1,21 Mrd. Euro) übernehmen, um so die kanadische Interbrew-Tochter Labatt zu erwerben. AmBev kauft demnach auch den 30-prozentigen Anteil von Interbrew an der mexikanischen Brauerei Femsa Cerveza SA de CV sowie den 70-prozentigen Interbrew-Anteil an Labatt USA.

Führen wird den neuen Bierkonzern, der seinen Firmensitz in Belgien haben wird, Interbrew-Chef John Brock. Interbrew ist zuletzt durch Zukäufe (Diebels, Beck's, Gilde/Hasseröder, Münchener Spaten) auch zum Marktführer in Deutschland geworden. (APA/Red.)

3.3.2004 11:03