Fokker 100: AUA-Flotte bestätigt den Kauf von 9 Mittelstreckenjets
- AUA rüstet sich für den Konkurrenzkampf bei Kurzflügen
- PLUS: Problematische Fokker 70 im Detail
·"Fokker 70"
Kurzstreckenjet
mit Problemen
·Lob für AUA
Eine der neun sichersten Airlines
·63,4 Mio. Euro
AUA-Ergebnis 2003 um 53,5% höher!
·AUA freut sich
Im Jänner 600.000 Passagiere!
Für die problembehaftete Fokker 70, die in der Nähe von München notlanden mußte, hat die AUA jetzt einen Ersatz gefunden. Die Fluglinie bestätigte gestern den Ankauf von neun Mittelstreckenjets des Typs Fokker 100 von den American Airlines. Die acht bis 10 Jahre alten Jets ersetzen vier MD 87 Maschinen, sowie die Fokker 70.
Die Austrian Airlines-Gruppe (AUA) bestätigte, dass neben dem Ankauf der neun Maschinen, auch eine Option auf weitere sechs Maschinen dieses Flugzeugtyps besteht. Die acht bis zehn Jahre alten Fokker 100 ersetzen vier MD 87, die in den kommenden Monaten außer Dienst gestellt werden sowie die Anfang Jänner in Bayern notgelandete Fokker 70. Zusätzlich schaffe man damit Potenzial für weiteres Wachstum, teilte die AUA heute, Montag, mit.
Die Maschinen sollen ab Frühsommer 2004 beim Regionalflieger Austrian arrows (Tyrolean) in der Austrian Airlines-Gruppe zum Einsatz kommen. Zuvor werden neue Bordküchen und Sitze eingebaut. Die weitere Auslieferung der Flugzeuge erfolgt schrittweise bis Ende 2004.
Konkrete Kosten für die Flieger nannte die AUA auf Anfrage keine. Zusätzliche Kosten fallen dadurch an, dass die Maschinen nach einer kompletten Grundüberholung auf den Austrian Airlines-Standard adaptiert werden.
AUA-Vorstandsvorsitzender Vagn Sörensen will mit den "rasch verfügbaren Jets" neue Marktchancen im erweiterten EU-Raum und in Zentral- und Osteuropa "offensiv wahrnehmen" und damit die Expansion vorantreiben. "Die größere Flottenbasis erleichtert uns die Flugproduktion weiter zu stabilisieren. Wir setzen damit einen wichtigen Schritt zum richtigen Zeitpunkt", sagte Sörensen.
Der Ankauf der Fokker 100 bedeute auch einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer angestrebten Flottenvereinheitlichung. Im Gegenzug dazu werden vier MD 87 Flugzeuge in den nächsten Monaten außer Dienst gestellt. Auch die Auslieferung bestellter Airbus A319-Flugzeuge ist bereits angelaufen. Derzeit werden gerade zwei von sieben Jets in Dienst gestellt.
AUA-Finanzchef Thomas Kleibl unterstrich die höhere Wirtschaftlichkeit der neuen Geräte im Vergleich zu den MD 80-Flugzeugen. "Durch das Ausscheiden der MD-Flotte werden sich positive Synergieeffekte in der Wartung ergeben". In Summe solle sich diese Investition "als Wertzuwachs für das Unternehmen positiv auf unsere Cash Value Added-Entwicklung auswirken."
Die Fokker 100 gilt als bewährter Kurz- und Mittelstreckenjet mit gutem Passagierkomfort. Sie hat mit 105 Sitzplätzen mehr Passagier- und Frachtzulade-Kapazität bei höherer Reichweite (1.900 Kilometer) als die Fokker 70 (1.700 km). In einer flexiblen Kabinenkonfiguration für Business und Economy Class soll die Fokker 100 in der Austrian arrows Version über 105 Sitzplätze verfügen. Die 35,3 Meter lange Maschine mit einer Flügelspannweite von 28,1 Meter ist mit 2 Rolls Royce Tay-Triebwerken ausgestattet und erreicht ein maximales Abfluggewicht von 44,5 (Fokker 70: 38 t) Tonnen auf. (APA/Red)
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben

