267. Wr. Derby: 1:1 - Rapid stürzt Austria von Spitze!
- Gilewicz bewahrte Violette vor 1. Derby-Schlappe seit Mai 2001
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Der SK Rapid Wien hat den Stadtrivalen Austria von der Tabellenspitze der T-Mobile Fußball-Bundesliga gestürzt, konnte selbst aber die längste Negativ-Serie in der 92-jährigen Derby-Geschichte nicht beenden. Die Hütteldorfer mussten sich im 267. Wiener Derby vor rund 11.500 Zuschauern im Horr-Stadion mit einem 1:1 (0:0) begnügen und warten weiter seit fast drei Jahren, seit dem 2:0-Erfolg am 6. Mai 2001, auf einen vollen Erfolg gegen den Stadtrivalen.
Jazic hatte Rapid in der 68. Minute in Führung gebracht, Gilewicz gelang neun Minuten später der nicht mehr erwartete Ausgleich. Die Austria (43 Punkte), im Frühjahr noch ohne Sieg, verlor die Tabellenführung dennoch an den GAK (44 ), dahinter folgt Rapid, mit 40 Zählern.
Rapid-Trainer Josef Hickersberger hatte die Austria für fällig erklärt. Rapid wollte die längste Negativ-Serie brechen und den ersten Sieg im Horr-Stadion seit 1986 einfahren. Doch nicht einmal zehn Minuten durften sich die Hütteldorfer als Derby-Sieger fühlen, ehe Gilewicz in der Schlussphase doch noch zuschlug und die Austria mit dem ersten Tor im Frühjahr (nach 347 Minuten ohne Treffer) vor der Niederlage bewahrte.
Rapid, erstmals im Frühjahr mit Andreas Ivanschitz, war in einer kampfbetonten Partie mit vielen Fouls vor allem in der ersten Hälfte die gefährlichere Mannschaft. Hofmann und Co. zeigten einige schöne Kombinationen, waren aber im Abschluss ohne Glück. Derby-Neuling Lawaree köpfelte in der zweiten Minute knapp über das Tor, Dheedene blockte einen Garics-Schuss ab (16.), Didulica drehte einen Ivanschitz-Schuss gerade noch über die Corner-Linie (33.) und war auch bei einem Lawaree-Schuss zur Stelle (48.).
In der 68. Minute war auch der Austria-Torhüter, der von einem Assistenten des kroatischen Teamchefs Otto Baric beobachtet wurde, geschlagen. Rene Wagner, der in der 62. Minute für Ivanschitz eingewechselt worden war, setzte sich gegen Afolabi durch, seine Flanke verwertete Jazic per Kopf zur Führung. Für den Kanadier war es sein erster Bundesliga-Treffer für die Grün-Weißen.
Die Austria, die nach der Pause die Partie unter Kontrolle gebracht hatte, wachte danach aber auf und verwertete eine der wenigen Chancen, die Rapid zuließ. Über Helstad und Vastic kam der Ball zu Gilewicz, der Rapid-Torhüter Helge Payer zum Endstand bezwang.
(apa/red)
