ÖSV-Alpinchef Pum: "Hermann Maier hat jetzt ganz klar die besten Chancen"
- Halten bei Außenseiter Benni Raich diesmal die Nerven?
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Fest steht vor den letzten sechs Rennen im Herren-Weltcup (vier Speed- und nur zwei Technik-Bewerbe) eigentlich nur eines: Die Entscheidung im Vier-Kampf fällt fix erst übernächstes Wochenende beim großen Finale in Sestriere. Die Rollen sind klar verteilt. Favorit: Hermann Maier. Herausforderer: Bode Miller. Außenseiter: Benni Raich. Mini-Chance: Stefan Eberharter.
Die Situation im Gesamt-Weltcup blieb unverändert: 1. Miller (1.084) - 2. Maier (1.076) - 3. Raich (999) - 4. Eberharter (961). Das Top-Quartett trennen also nach wie vor lediglich 123 Punkte.
Bittere Nullnummern
Da Leader Bode Miller (nur Platz 50) und der drittplatzierte Benjamin Raich (Out im 2. Lauf) im Sonntagsslalom bittere "Nullnummern" fabrizierten, durften sich die "TV-Zuschauer" Maier und Stephan Eberharter laut ÖSV-Herren-Boss Toni Giger als "heimliche Sieger" fühlen.
Pum tippt auf Maier
"Hermann Maier hat jetzt ganz klar die besten Chancen", ist auch ÖSV-Alpinchef Hans Pum der Meinung, dass der Salzburger seinen vierten Gesamt-Weltcup-Sieg nach 1997/1998, 1999/2000 und 2000/2001 unter Dach und Fach bringen könnte. Aber Pum vergisst auch nicht auf Titelverteidiger Eberharter: "Für Maier und Eberharter spricht, dass sie im Gegensatz zu den jüngeren Konkurrenten keinen Druck haben - das ist in so einer knappen Angelegenheit ein irrsinniger Vorteil."
Benni Raich rückt nun immer mehr in die Rolle des Außenseiters, das könnte laut Pum punkto Unbeschwertheit ein Plus für den Pitztaler sein. Mitentscheidend im knappen Kampf könnte Raichs schwerer Sturz am 1. Februar im Garmisch-Super-G. "Diesen Sturz hat er vielleicht nicht so wirklich verkraftet", meinte Pum. Ein Blick auf die Statistik gibt dem 49-Jährigen recht, denn seit seinem Crash hat Raich in fünf Rennen gerade einmal 81 Punkte geholt und seine blendende Ausgangsposition vergeben.
Halten Bennis Nerven?
Dass es bei Raich - ähnlich wie beim vom Pech verfolgten Manfred Pranger - Nervensache sein könnte, daran glaubt Herren-Chef Toni Giger nicht. "Ich glaube nicht, dass der Benni nervenschwach ist. Er hat schließlich schon bei Klassikern und Großereignissen gewonnen", meinte Giger, der Slalom-Weltcup-Leader Rainer Schönfelder (am Sonntag Fünfter) ein Sonderlob zukommen ließ. "Er hat im Hinblick auf den Slalom-Weltcup perfekt dosiert und Risiko weggenommen", so der Herren-Chef über den im neuen "Struwwelpeter-Look" angetretenen Bleiburger.
Weltcup-Leader Bode Miller konnte die Gunst der Stunde im Slalom nicht nutzen und holte nach seinem Vortages-Triumph im Riesentorlauf keine Slalom-Zähler. Für das kommende Jahr soll der US-Amerikaner seine Fühler nach neuem Material ausgestreckt haben - zwei Varianten könnten Atomic und Head sein. Miller hat zwar noch einen Vertrag bei Rossignol, der 26-Jährige besitzt jedoch angeblich eine Ausstiegsklausel. Umgekehrt bemüht sich Rossignol angeblich um Hermann Maier.
Weltcup-Programm Herren Kvitfjell
Mittwoch bis Freitag: Abfahrtstraining, jeweils 11.30 Uhr
Samstag: Abfahrt (11.30 Uhr)
Sonntag: Super G (11.00 Uhr)
(apa/red)
