EURO 2008: Endlich Grünes Licht für Klagenfurter Stadion
- Projekt im Stadtsenat mit einer Gegenstimme angenommen
- Kompromiss in Frage der Ersatzspielstätte für FC Kärnten erzielt
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Jetzt gibt es endlich grünes Licht seitens der Klagenfurter Politik für den Bau des für die "Euro 2008" notwendigen Fußballstadions. Am Mittwoch hat der Stadtsenat mit einer Gegenstimme die Beschlüsse über Projektmanagement, Baupflichtenheft und Grundstückumwidmungen beschlossen. In der Frage der Ersatzspielstätte für den Bundesligaklub FC Kärnten hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt.
Dieser Kompromiss hat folgendes Aussehen: In dem von Planungsreferent Mario Canori (F) eingebrachten Abänderungsantrag ist nicht mehr von einer Zuschauerkapazität von 6.000 Sitzplätzen, sondern nur noch von einer "adäquaten Spielstätte" die Rede. Am Dienstag, als darüber im Stadtsenat verhandelt wurde, war Canori noch nicht zu bewegen gewesen, von den 6.000 Sitzplätzen "herunterzusteigen". Deshalb hatten ihm Bürgermeister Harald Scheucher (V) und SPÖ-Stadtvize Ewald Wiedenbauer vorgeworfen, die EM-Endrunde zu gefährden.
Konkret beschloss der Klagenfurter Stadtsenat im Zusammenhang mit der Spielstätte für den FC Kärnten während der Errichtung des EM-Stadion folgendes: "Der Spielbetrieb des FCK während der Bauphase wird entweder durch die Spielmöglichkeit auf dem alten Fußballfeld oder durch Zurverfügungstellung einer entsprechenden Bundesliga-reifen Ersatzspielstätte gesichert."
Für Sportstadtrat Dieter Jandl (V) müsste es möglich sein, dass - wie es beispielsweise in Kaiserslautern der Fall gewesen ist - während der Bauphase auf dem alten Feld gespielt wird. Sollte dies nicht möglich sein, kommen für ihn Wolfsberg und St. Veit/Glan als Ersatzspielstätten in Frage.
Bürgermeister Harald Scheucher (V) zeigte sich über die Einigung im Stadtsenat erfreut. "Alles andere wäre für die Stadt eine große Blamage gewesen", sagte er.
Für Grün-Stadträtin Andrea Wulz war im Stadtsenat "die Angst vor einem Gesichtsverlust größer als die Vernunft". Der 38 Millionen Euro teure Beschluss stünde in keiner Relation zu Nutzen aus den drei Spielen, die im Rahmen der Fussball-EM in Klagenfurt stattfinden. "Hier werden Steuergelder in Millionenhöhe verschwendet, die woanders dringend benötigt würden", kritisiert Wulz.
Ihr Vorschlag lautet nach wie vor: Das bestehende Stadion auszubauen anstatt neu zu bauen. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die 5.000 Unterschriften, welche die Grünen über ein Gemeindevolksbegehren gesammelt hätten. Wulz: "Die Chance, Fehler auch in der Politik zu korrigieren, wurde heute von den zuständigen Herren vergeben. Den Preis dafür wird einmal mehr die Klagenfurter Bevölkerung zu zahlen haben."
(apa/red)
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