Serie A/Italien: Markus Schopp als "wertvoller Brescia-Krieger"
- Erfolgreiches Comeback beim 3:1-Sensationssieg gegen Inter
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Neben Türkei-Legionär Muhammet Akagündüz trudelte am Montag auch Italien-Export Markus Schopp später als die aus Österreich angereisten Kollegen im Trainingscamp des ÖFB-Teams in Coverciano ein. Der Brescia-Mittelfeldmotor kam jedoch mit einem Erfolgserlebnis, denn am Sonntag hatte er als "Joker" am überraschenden 3:1-Sieg gegen Inter in Mailand maßgeblichen Anteil. "Das ist natürlich ein angenehmes Gefühl, wenn man seinen Teil dazu beitragen kann", freute sich der Steirer nach seiner Ankunft.
Beim Stand von 0:1 hatte der Trainer auf seiner rechten Seite auf Offensive umgestellt. "Das ist mir entgegen gekommen. Ich hatte vor dem Match eigentlich sogar geglaubt, dass ich diesmal von Beginn an spiele, denn am Donnerstag beim letzten Test stand ich in der ersten Mannschaft. Es ist dann ganz gut gelaufen. Nach unserem Ausgleich zum 1:1 ist Inter gebrochen und hatte keine richtige Torchance mehr", berichtetet der zuletzt selten berücksichtigte Edel-Reservist, der mit einer Flanke den dritten Treffer und damit die endgültige Entscheidung vorbereitet hatte.
Auch bei einer Roten Karte für Dejan Stankovic stand Schopp im Mittelpunkt. Nach einem schweren Foul des Neo-Inter-Stars beschimpfte dieser noch den am Boden liegenden Brescia-Kollegen des Österreichers, weshalb er Stankovic zur Rede stellte. "Er ist ein sehr guter Fußballer, doch so etwas hat er nicht notwendig. Im anschließenden Tumult hat mich Recoba an der Gurgel gepackt. Verlieren ist halt nicht leicht, aber Gott sei Dank habe ich keine Würge-Spuren", konnte Schopp am Tag danach über die Szene schon wieder lächeln.
Von Italiens Fußball-Bibel "Gazzetta dello Sport" wurde seine erfolgreiche Einwechslung mit der Note 6 und der Bemerkung "ein Krieger, der auch im Stande ist in der Abwehr zu helfen" belohnt. "Seit Anfang Jänner bin ich endlich wieder richtig fit. Ich bin ein 100-prozentiger Profi geworden, für den das Ziel der Mannschaft am Wichtigsten ist. Man sieht wie hier der Ball läuft. Wir haben in Rom gegen Lazio und jetzt in Mailand gegen Inter gewonnen. Nur gegen die Kleinen gibt es etwas Probleme. Der Abstieg darf aber kein Thema sein", fällt die Analyse klar aus.
Am 22. Februar feierte der Ex-Sturm-Wirbelwind seinen 30. Geburtstag und denkt klarerweise auch an die persönliche Zukunft: "Mein Vertrag läuft noch bis nächstes Jahr im Sommer. Es gibt einige Spieler auf meiner Position, wo ich sehen werde, ob sie in Brescia bleiben. Ich habe kein Problem mit dem Trainer, aber wenn er auf andere baut, dann muss ich mich um Alternativen umsehen."
Für die Partie am Samstag gegen Juventus "habe er sich mit seiner Leistung aufgedrängt, aber die Entscheidung liegt beim Trainer". Allerdings waren beim Verein seine Team-Abstellungen in der Vergangenheit ungern gesehen. "Das war schon bisher ein Problem, doch ich habe es immer in Kauf genommen", meint der mit 45 Teameinsätzen zweiterfahrenste Spieler des aktuellen Kaders neben Harald Cerny (46 Länderspiele). Eines habe er in Italien gelernt: "Zunächst zählt die Mannschaft, dann erst das Persönliche."
(APA/red)
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