Kampf um die Hofburg: Fiedler hat VP- & SP-Unterstützer
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Rechnungshof-Präsident Franz Fiedler könnte als dritter Kandidat ins Rennen um die Hofburg einsteigen. Am Donnerstag Nachmittag outete sich Steuerzahler-Obmann Burkert als Koordinator des Unterstützungs-Komitees! Als heißester Kandidat für die Leitung der Wahl-Kampagne gilt derzeit der frühere Haider-Intimus Gernot Rumpold. Am Abend ließ Fiedler erneut eine Politbombe platzen: Er habe bereits Signale von SPÖ- und ÖVP-Politikern erhalten, die seine Kandidatur unterstützen. Namen nannte er aber keine!
"Derzeit laufen nur Gespräche und ich habe noch keine Entscheidung getroffen, ob ich eine Kandidatur abgebe oder nicht", so Fiedler. Er werde "voraussichtlich nächste Woche" bekannt geben, ob er antrete oder nicht.
Burkert bestätigte, dass man sich an Rumpolds Agentur "Media Connection Austria" gewandt hätte. Fiedler selbst betonte in einem Radio-Interview, dass noch nichts entschieden, und er lediglich "ein möglicher Kandidat" für die Präsidentschafts-Wahl am 25. April sei.
SP- & VP-Politiker unterstützen Kandidatur
Er habe bereits Signale von SPÖ- und ÖVP-Politikern erhalten, dass diese seine Präsidentschaftskandidatur unterstützen würden, sagte Rechnungshofpräsident Franz Fiedler am Donnerstagabend gegenüber der APA und dem ORF-Radio, weiterhin allerdings ohne konkrete Namen zu nennen. Dass er angesichts der positiven Äußerungen der Freiheitlichen ein FPÖ-Kandidat sei, sei "völlig falsch". Und: noch sei seine Entscheidung über ein Antreten nicht gefallen, fügte Fiedler einmal mehr hinzu.
Im Falle einer Kandidatur wolle er sich bemühen, "aus allen politischen Lagern" Stimmen zu sammeln, sagte Fiedler. Vor dem Antreten müssten aber die Rahmenbedingungen stimmen - das gelte vor allem in organisatorischer Hinsicht. Über mögliche Geldgeber wolle er sich derzeit "nicht auslassen". Auf die Frage, ob er diese später bekannt geben werde, meinte er: "Das wird man sehen." Das könne er nicht alleine entscheiden. Ein Öffentlichmachen hänge auch davon ab, ob die Unterstützer das wollen, schließlich könne es ihnen in der jetzigen Situation auch schaden. Grundsätzlich gehe er aber davon aus, "dass es kein Geheimnis bleiben wird".
Warum überlegt Fiedler eine Kandidatur?
Warum er sich eine Kandidatur überlege? Er sei des öfteren angesprochen worden und habe den Eindruck gewonnen, dass es in der Bevölkerung Kreise gebe, "die ernsthaft eine Kandidatur von mir zu fördern bereit sind". Konkrete Namen wollte Fiedler in dem Radio-Interview weiter nicht nennen, meinte aber, die "Spekulationen, die angestellt werden" seien "nicht stichhaltig". Man sollte sich "vielleicht von dem Gedanken frei machen", dass es sich bei den Unterstützern immer um Politiker oder große Geldgeber handle.
Zu seinem Amtsverständnis meinte Fiedler, der Bundespräsident werde direkt vom Volk gewählt und daher solle sich dieser auch für die direkte Demokratie und deren Elemente einsetzen. Außerdem solle den Bürgern die Steuerlast erleichtert werden. Der Staat solle schlanker werden, mehr Muskeln als Fett haben. Stärken, etwa im Sozialbereich, seien durchaus zu begrüßen. Es solle aber dort abgebaut werden, wo derzeit überflüssige Tätigkeiten vom Staat verrichtet werden. Im Übrigen wolle er "unabhängig auftreten".
Konfrontiert mit Aussagen, dass das Amt des Bundespräsidenten mehr erfordere als jenes des Rechnungshofpräsidenten, meinte Fiedler: Ein Bundespräsident müsse auch mehr können als eine Außenministerin und mehr können als ein Zweiter Nationalratspräsident. "Das ist eine Platitüde." Natürlich müsse ein Rechnungshof-Präsident aber dann seinen Horizont erweitern und auf die neuen Gegegebenheiten, die das Amt mit sich bringe, eingehen.
Burkert wurde von Fiedler gebeten
Franz Burkert ist von Fiedler selbst darum gebeten worden, diese Aufgabe zu übernehmen. Fix sei das Antreten noch nicht, meinte er. Der Präsident habe gemeint, er wolle seine Entscheidung vom Widerhall abhängig machen, den er findet. Burkert glaubt freilich an eine Kandidatur: "Ich nehme an. Jetzt kann er ja fast nicht mehr zurück."
Burkert sagte, Fiedler habe ihn am Donnerstag Vormittag um die Koordinationstätigkeit ersucht. Über weitere Unterstützer oder die möglichen Financiers des Wahlkampfes könne er aber noch keine Auskunft geben: "Darüber bin ich nicht informiert. Das fällt nicht in die Kompetenz dieses Organisationskomitees." Angesprochen auf Firmen, die in diesem Zusammenhang bisher genannt wurden, meinte er: "Ich halte das alles für Gerüchte." (apa/red)
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