Samstag, 6. März 2004

Nach Mord an Politiker: Unruhen in Pakistan

  • Aufruhr in Karachi: Polizei mit Tränengas gegen Demonstranten
  • Chef von Oppositionpartei von Unbekannten erschossen

Nach dem Mordanschlag auf den Vorsitzenden der oppositionellen Pakistanischen Volkspartei (PPP), Abdullah Murad, sind am Samstag in der Hafenmetropole Karachi Unruhen ausgebrochen. Bei einem Einsatz gegen aufgebrachte Demonstranten musste die Polizei nach Angaben eines Behördensprechers mit Tränengas gegen die Menge vorgehen.

Murad war von Unbekannten erschossen worden. Bei dem Anschlag kam nach Polizeiangaben auch der Fahrer des Politikers ums Leben. Die Täter hätten von Motorrädern aus das Feuer auf den Wagen eröffnet, hieß es.

Für Murad, der als Abgeordneter im Parlament der südlichen Provinz Sindh saß, und seinen Chauffeur kam jede ärztliche Hilfe zu spät. Die Täter konnten entkommen.

Die PPP, die Partei der exilierten früheren Premierministerin Benazir Bhutto, führt das Oppositionsbündnis "Allianz für die Wiederherstellung der Demokratie" (ARD) an. Im pakistanischen Bundesparlament in Islamabad ist die PPP nach der Moslemliga PML-Q zweitstärkste Kraft vor dem Islamistenbündnis MMA (Muttahidda Majlis- e-Amal).

(apa)

6.3.2004 11:19