Nach Wien? UNMOVIC-Kommission könnte verlegt werden
- Kommission beschäftigt sich mit Kontrolle des irakischen Waffenarsenals
Die Kommission zur Kontrolle des irakischen Waffenarsenals (UNMOVIC) könnte möglicherweise nach Wien verlegt werden, hieß es am Freitag am UNO-Sitz in New York. Vertreter der 15 Mitglieder des Weltsicherheitsrat berieten am Vormittag über die Zukunft der im Dezember 1999 gegründeten Kommission. Das Thema eines möglichen Umzugs sei jedoch nicht aufgekommen, sagten Diplomaten.
UNMOVIC-Sprecher Ewen Buchanan bestätigte jedoch auf Anfrage, die österreichische Regierung habe mit der Kommission über die Möglichkeit eines Standortwechsels und der Zusammenlegung mit der Internationalen Atomenergieorganisation in Wien (IAEO) geredet. Das alles liege allerdings noch weit in der Zukunft, sagte Buchanan. Die österreichische UNO-Vertretung wollte sich nicht weiter dazu äußern.
UNMOVIC ist seit dem Einmarsch der Vereinigten Staaten und Großbritanniens im Irak vor einem Jahr arbeitslos. Die 51 verbliebenen Mitarbeiter in New York werden von der UNO weiterbezahlt. Es sind vorwiegend Analysten und Büropersonal. Auf ihrem Höhepunkt hatte UNMOVIC 85 Mitarbeiter in New York und 250 im Irak beschäftigt. In Bagdad befindet sich noch eine kleine Zahl von Mitarbeitern, die UNMOVICs Eigentum bewachen.
Der Sicherheitsrat gründete UNMOVIC in seiner Resolution 1284. Die Kommission löste die 1991 etablierte UN-Sonderkommission (UNSCOM) ab. Letztere hatte den Auftrag, den Irak nach dem ersten Golfkrieg abzurüsten. UNMOVIC setzte die Arbeit nach 1999 fort. Ihr Auftrag war, die Zerstörung aller biologischen und chemischen Waffen, sowie Raketenträger mit Reichweiten von mehr als 150 km voranzutreiben. (apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
