Nach Anschlagsserie: Fünfzehn Festnahmen im Irak
- Unter Verdächtigen befinden sich möglicherweise Iraner
- Unterzeichnung der Übergangsverfassung wurde verschoben
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Irakische Polizisten und US-Besatzungstruppen haben im Zusammenhang mit den verheerenden Anschlägen in Bagdad und Kerbala vom Dienstag bisher 15 Personen festgenommen. Unter den Verdächtigen befänden sich möglicherweise mehrere Iraner, sagte ein Regierungsbeamter in Bagdad.
Noch waren die Ermittler im Unklaren, wer hinter der offenbar koordinierten blutigsten Anschlagsserie seit dem offiziellen Ende der Kampfhandlungen im Mai steckt. Über die Opferzahl der Anschläge auf Heiligtümer in Kerbela und Bagdad gab es widersprüchliche Angaben.
Die US-Zivilverwaltung senkte die Zahl am Mittwoch von 143 auf 117. Nach inoffiziellen irakischen Berichten wurde mit bis zu 230 Toten gerechnet. Schätzungen über die Zahl der Verletzten variierten von 300 bis 400.
Der von den USA eingesetzte irakische Regierungsrat hat die für Mittwoch geplant gewesene Unterzeichnung der am Montag vereinbarten Übergangsverfassung wegen der blutigen Anschläge in Bagdad und Kerbala verschoben. Mit Rücksicht auf die allgemeine Trauer nach der Bluttat vom Vortag werde das Dokument voraussichtlich erst an diesem Freitag unterzeichnet, sagte ein Sprecher des Gremiums am Mittwoch in Bagdad.
(apa/red)
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