Dienstag, 2. März 2004

"Geheimdossier" des Staatsanwalts: Aufregung im Dutroux-Prozess

  • Umfasst offenbar tausende Seiten Material. Anklage verlesen: Angehörige weinten
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Der Streit über ein "Geheimdossier" hat am zweiten Tag des Prozesses gegen den mutmaßlichen Kindermörder Marc Dutroux für Aufregung gesorgt. Der belgische Staatsanwalt Jean-Philippe Andries wies im südbelgischen Arlon Vorwürfe der Verteidiger zurück, er würde der Öffentlichkeit wichtige Details des Falles vorenthalten.

Magnee hatte der Anklage vorgeworfen, die Wahrheit im Prozess nur "scheibchenweise" zu präsentieren. Staatsanwalt Andries betonte dagegen, die bisher nicht veröffentlichten Akten enthielten keine neuen Erkenntnisse.

Das so genannte Dossier "B" umfasst offenbar tausende Seiten Material, das aus dem eigentlichen Dossier ausgeschlossen wurde, da die Ermittlungen zum Teil noch nicht abgeschlossen sind.

Darunter befinden sich nach Angaben der Verteidigung Zeugenaussagen oder Haarproben und könnte sich demnach als wichtiges Entlastungsmaterial herausstellen.

(apa)

2.3.2004 15:59