Nahost-Konflikt: Arafat-Berater in Gaza ermordet
- 59-jähriger Khalil el Siban wurde von zwölf Kugeln getroffen
·Israel-Mauer
Anhörung vor IGH beendet
·Moskau
Sperranlage ist kontraproduktiv
Ein Berater des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat ist Dienstag Früh in Gaza einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. Nach Angaben von Sicherheitskreisen wurde der 59-jährige Khalil el Siban von zwölf Kugeln getroffen, als er sein Büro im Stadtteil Sabra verließ.
Siban publizierte ein Wochenmagazin, dass sich mit palästinensischen Angelegenheiten und Menschenrechten befasst, vor allem mit den Rechten palästinensischer Häftlinge in israelischen Gefängnissen. Er arbeitete für Arafat seit den 60er Jahren und diente in verschiedenen Funktionen, darunter als Medienberater und persönlicher Sekretär. Siban war zudem ein ranghohes Mitglied von Arafats Fatah-Organisation, wie die Mediengewerkschaft mitteilte.
In den vergangenen Wochen häuften sich Angriffe auf palästinensische Journalisten, die offenbar eingeschüchtert werden sollen. Aus Protest gegen die Überfälle traten palästinensische Journalisten zweimal in einen eintägigen Streik.
Palästinensische Polizisten sagten zum Mord an Siban, Motiv und Täter seien unbekannt. In den vergangenen Wochen ist Gaza von einer Welle der Gewalt zwischen verschiedenen palästinensischen Gruppen erschüttert worden, die um Einfluss und Macht konkurrieren.
(apa)
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