Montag, 1. März 2004

Sicherheitspanne: Tür von Dutroux' Polizeiwagen stand offen

  • Polizeisprecherin: Flucht aber "unmöglich"

Am ersten Tag des Prozesses gegen den mutmaßlichen Kindermörder Marc Dutroux hat eine schwere Sicherheitspanne für Empörung gesorgt. Die Hecktür des grünen Polizeitransporters, in dem Dutroux am frühen Morgen zum Gericht gefahren wurde, stand offen.

Die Beamten hätten dies zwar bemerkt, sie hätten sich aber "aus Sicherheitsgründen" zur Weiterfahrt entschieden. Der Weg von dem nur wenige hundert Meter entfernten Gefängnis zum Gericht in Arlon sei "nicht weit" gewesen. Eine Flucht Dutroux' bezeichnete sie als "unmöglich". Cleemput nannte die Panne einen "winzigen Fleck für einen Ordnungsdienst, der hervorragend funktioniert hat".

Die Szene weckt Erinnerungen an Dutroux' erste spektakuläre Flucht aus der Haft 1998. Damals war es ihm gelungen, beim Besuch in einem Gerichtsgebäude einen Polizisten zu überwältigen. Nur durch den sofortigen Einsatz großer Suchtrupps konnte er nach rund drei Stunden festgesetzt werden. Die Panne hatte schwerwiegende Konsequenzen: Die belgischen Minister für Inneres und Justiz mussten zurücktreten.
(apa, red)

1.3.2004 20:16