Salzburg-Wahl: Person Gabi Burgstaller war entscheidend
- Für 33 Prozent der SP-Wähler war Spitzenkandidatin der Hauptgrund
- Schausberger war das nur für zehn Prozent der VP-Wähler
·Gabis Sieg
Salzburg-Ergebnis: VP stürzt ab!
·Schausberger
Der "Macher" und ÖVP-"Landesfürst"
·DIE BILDER
Die Sieger und die Verlierer der Wahl
·Die Reaktionen
Schüssel deutet Veränderungen an!
·Pressestimmen
Aus dem In- und Ausland!
·Stadt Salzburg
SP-Schaden erreicht Absolute
Die Person Gabi Burgstaller (S) war in Salzburg einer der Hauptgründe für den Sieg der SPÖ bei den Landtagswahlen. 33 Prozent der SPÖ-Wähler gaben in einer Wählerbefragung von "Gallup" an, dass die Spitzenkandidatin der "ausschlaggebende Grund" für ihr Wahlverhalten war. Umgekehrt gaben bei den ÖVP-Wählern nur zehn Prozent an, wegen Landeshauptmann Franz Schausberger die ÖVP gewählt zu haben. Die Grüne konnten mit Umweltthemen punkten, bei der FPÖ zeigt sich, dass die verbliebenen Wähler Großteils Stammwähler sind.
Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage (400 Telefoninterviews) im Detail: 29 Prozent der SP-Wähler sind "Stammwähler" und wählten aus "Tradition". Für 25 Prozent war die Arbeits- und Sozialpolitik der SPÖ wahlentscheidend. Mehrfachnennungen waren übrigens möglich. Immerhin noch 21 Prozent der SP-Wähler führten Unzufriedenheit mit der schwarz-blauen Bundesregierung als Wahlmotiv an. Die Ablöse Schausbergers gaben nur zehn Prozent als Grund an.
Bei der ÖVP waren nicht Persönlichkeits-Faktoren entscheidend. Schausberger war nur für zehn Prozent, sein designierter Nachfolger Wilfried Haslauer nur für sechs Prozent der "ausschlaggebende Grund". Hauptmotiv für die VP-Wähler war mit 44 Prozent der Grund "Tradition". 34 Prozent gaben an, die ÖVP gewählt zu haben, weil sie "viel geleistet" habe und "besser für Salzburg" sei. Die Angst vor Rot-Grün war kaum ein Motiv: Nur neun Prozent wählten die Volkspartei, um eine solche Koalition zu verhindern.
FP-Wähler sind Stammwähler
Die 8,7 Prozent FP-Wähler sind mehrheitlich Stammwähler - 53 Prozent gaben dieses Wahlmotiv an. Immerhin noch 25 Prozent sind mit der FP-Politik bei den Themen Sicherheit und Ausländer zufrieden. Spitzenkandidat Karl Schnell war für 14 Prozent der FP-Wähler ausschlaggebend.
Bei den Grün-Wählern gaben 42 Prozent den Einsatz für Umweltschutz und Alternativenergien als Wahlgrund an. 33 Prozent wählten Grün, um "frischen Wind" und mehr Kontrolle in den Landtag zu bekommen. Spitzenkandidat Cyriak Schweighofer war nur für zwölf Prozent ausschlaggebend. 14 Prozent wollten eine schwarz-blaue Landesregierung verhindern.
(apa/red)
Dalai Lama in Österreich14:12
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
Präsidentenwahl in Serbien09:39
Traum von GroßserbienNeuer Präsident Nikolic kann sich nicht von nationalistischen Ideen lösen
