Salzburg hat gewählt! Gemischte Gefühle in Parteizentralen
- ÖVP und Grüne warteten nach 1. rend auf genauere Ergebnisse
- Zuversicht bei SPÖ und FPÖ
·SCHREIBEN SIE!
Denkzettel-Wahl für Schüssel-Politik?
Angespannte Stimmung in der Parteizentrale der Salzburger Volkspartei! Weder Landeshauptmann Schausberger noch sein potenzieller Nachfolger Haslauer wollten nach ihrem Eintreffen Kommentare abgeben. Der offene Wahlausgang machte auch Landesgeschäftsführerin Rogatsch fast sprachlos. Angesichts widersprüchlicher Resultate meinte sie auf die Frage nach ihrem Gefühl: "Gar keines mehr". Zuversicht herrschte bei der FPÖ, Abwarten bei den Grünen.
Während sich Schausberger und Haslauer in ihre Büros zurückzogen, weilten Alt-Landeshauptmann Hans Katschthaler und Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler eine Zeit lang unter den Journalisten. Wirklich weiterhelfen konnten aber auch sie nicht. Hoffen und Bangen hieß die Devise in der Merianstraße. Wirklich gut gestimmt zeigte sich nur die Ehefrau Schausberges, Heidi, die fröhlich mit Funktionären Kaffee trank.
Zuversicht herrschte in den Räumen des FPÖ-Klubs im Chiemseehof vor, wo sich in der Person von Generalsekretärin Magda Bleckmann und Nationalrats-Abgeordnetem Eduard Mainoni auch Bundes-Schützenhilfe eingestellt hat. Eine interne Hochrechnung gegen 16.00 Uhr ließ für die FPÖ ein besseres Ergebnis erwarten als ursprünglich befürchtet. "Viel kann man aber jetzt noch nicht sagen", bremste Bleckmann, die mit einem Auge auch ständig nach Kärnten schielte, vor all zu viel Euphorie. Eine Latte dürften die Freiheitlichen - zumindest nach dem Stand um 16.00 Uhr - erreicht haben, nämlich ein besseres Abschneiden als bei der Nationalratswahl im November 2002.
Weder Fisch noch Fleisch: So war die Stimmung im Büro der Grünen im Chiemseehof, wo sich neben einigen Funktionären und Kandidaten auch Landesgeschäftsführerin Birgit Schatz eingefunden hat. Allerdings auch wenig überraschend: Waren doch gegen 16 Uhr nur wehr wenige, sehr ländlich strukturierte Gemeinden ausgezählt, wo sich die Grünen nicht wirklich große Zuwächse erwarteten. "Von drei auf acht Prozent ist es aber auch noch ein weiter Weg", lautete ein erster Kommentar von einer in den Bildschirm vertieften Schatz.
"Da werden wohl einige Posten neu vergeben", kommentierte ein Funktionär die sich abzeichnenden starken Stimmenzuwächse der SPÖ, während die ÖVP zu diesem Zeitpunkt mit einem kleinen Minus (ein Kommabetrag hinter der Null) rechnen musste. Spitzenkandidat Cyriak Schwaighofer wurde gegen 16.30 Uhr erwartet.
(apa)
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