Kärnten-Wahl: Wurmitzer stellt Rücktritt in den Raum
- ÖVP-Parteiobmann strebt eine "geordnete Übergabe" an
- Verlust des einzigen ÖVP-Regierungssitzes befürchtet
·Diskussion
ÖVP-Absturz - was ist da passiert?
Landesrat Georg Wurmitzer, Obmann der Kärntner ÖVP, hat am Sonntag bestürzt auf die dramatischen Verluste nach Auszählung der ersten Gemeinden reagiert und seinen Rücktritt in den Raum gestellt. "Wir werden nahezu halbiert", sagte er im APA-Gespräch. "Wenn es so weiter geht, sind Veränderungen an der Parteispitze unumgänglich."
Nicht festlegen wollte sich Landesrat Georg Wurmitzer, wer an seiner Stelle eine schwer angeschlagene ÖVP in Kärnten übernehmen könnte. Noch sei es nicht so weit. Aber "hinschmeißen" werde er nichts. "Das ist nicht mein Stil", betonte Wurmitzer. Er strebe eine "geordnete Übergabe" an.
Für Wurmitzer sind die Verluste der ÖVP im Kärntner Oberland nicht nachvollziehbar. "Wir haben gerade im Bezirk Spittal/Drau und im Gailtal sehr viel getan", sagte er. Dass es vielleicht ein Fehler gewesen sei, sich schon vor der Monaten darauf festzulegen, Jörg Haiders (FPÖ) Wahl zum Landeshauptmann nicht mehr zu ermöglichen, will der ÖVP-Chef nicht ausschließen.
Wurmitzer schloss auf Grund der ersten Ergebnisse sogar eine absolute Mehrheit der FPÖ, zumindest in der Landesregierung, nicht aus. "Wenn es so weiter geht, ist unser Regierungssitz weg", erklärte er. (APA/Red.)
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