Sonntag, 7. März 2004

Ambrozy kämpferisch: "Wir wollen einen Wechsel in Kärnten!"

  • Wahlkampf-Abschluss der SP: Auch Gusenbauer und Häupl in Klagenfurt
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Kämpferisch gab sich SPÖ-Spitzenkandidat LHStv. Peter Ambrozy am Samstag bei der Abschlusskundgebung seiner Partei in Klagenfurt. "Wer Belastungswelle, Pensionsraub, Wirtschaftsflaute und den Umgang von Schwarz-Blau mit den Menschen nicht mehr haben will, der muss am Sonntag Liste zwei wählen", sagte er vor rund 800 Personen. "Wir wollen einen Wechsel in Kärnten und dann auch in ganz Österreich."

Kärnten brauche einen Wechsel, damit etwas weiter geht. Der Chefverhandler müsse abgewählt werden. "Deshalb ist morgen Zahltag", betonte Ambrozy. "Der Mensch muss wieder im Mittelpunkt stehen und nicht Show und Schlagzeilen." Er verspreche nichts, denn "wir können es uns nicht leisten", meinte der SPÖ-Spitzenkandidat zu Pflegescheck, Geburtenbeihilfe, Mütterpension und kostenlosem Kindergarten. Aber er verspreche, dass in den nächsten fünf Jahren jene, die Unterstützung brauchen, sie auch bekommen werden, und zwar ohne Show. Er verspreche, die Finanzen zu sanieren und das Gesundheitssystem zu erhalten. "Ich will ein Landeshauptmann mit Leidenschaft werden", erklärte Ambrozy unter dem Jubel seiner Gesinnungsfreude, "und werde alles tun, damit Kärnten wieder einen guten Ruf hat." Kärnten müsse "wieder Kärnten und nicht Haiderland" heißen.

Auch Gusenbauer und Häupl dabei
Schützenhilfe aus der Bundeshauptstadt erhielt Ambrozy vom Wiener Bürgermeister Michael Häupl und von SPÖ-Bundesvorsitzenden Alfred Gusenbauer. Beide strichen die bundespolitische Bedeutung des Urnenganges in Kärnten heraus. "Davon wird sich auch der Alt-Landeshauptmann nicht freispielen können", sagte Häupl in Richtung Jörg Haider. "Er hat Schüssel gemacht. Ich danke ihm dafür. Die letzten zwei Mandate für die SPÖ bei der Wahl in Wien haben wir ihm zu verdanken. Danke, Jörg!" Und in Richtung Ambrozy meinte er: "Lieber Peter, willkommen morgen im Kreis der Landeshauptleute."

"Alle Wahlversprechen gebrochen"
Gusenbauer kam auf die Versprechen Haiders in Kärnten bei Mieten- und Strompreissenkung sowie Kinderscheck zu sprechen. "Er hat alle Wahlversprechen gebrochen, jetzt kommen neue hinzu, sie werden ebenso wenig Wert sein wie die alten", sagte Gusenbauer. Nur auf eines könne man sich bei Haider verlassen: "Dass es für alle weniger gibt. Damit muss morgen Schluss sein. Die Kärntnerinnen und Kärntner müssen dafür sorgen, dass er am Sonntag Ex-Landeshauptmann ist."

Der Kundgebung wohnten u.a. auch Alt-Landeshauptmann Leopold Wagner und Ex-Landesrätin Karin Achatz bei. Sie wurde von "Starmaniac" Marcel Plieschnegger und Sabine Neibersch musikalisch umrahmt.

(apa/red)

7.3.2004 13:11