Zitterpartie für die ÖVP: Verluste in Salzburg & Kärnten möglich
- Schlechte Umfragewerte: ÖVP dennoch von Erfolg überzeugt
- SPÖ wertet Wahl als Kampfansage an Schwarz-Blau

·DIE BILDER
Die Sieger und die Verlierer der Wahl
Wer gewinnt, wer verliert bei den Landtagswahlen? Die ÖVP musste zittern. Die VP-Kärnten zeigte sich trotz schlechter Umfragewerte vom Erfolg überzeugt. Die Grünen hofften in Kärnten auf den Einzug in den Landtag. Die SPÖ wertete die Wahl als eine klare Kampfansage an die schwarz-blaue Bundesregierung.
Die ÖVP zitterte vor allem um den Landeshautpmann-Sessel in Salzburg. Gabi Burgstaller wurde von allen Meinungsforschern als Siegerin vorhergesagt. Wenn nach Jahrzehnten die ÖVP-Festung Salzburg in rote Hände fällt, dann dürfte es auch in der Bundes-VP kräftig rumoren. Zudem gilt es für die Kärntner VP die Verluste in Grenzen zu halten. Die Wahlen dürften also so manchem VP-Politiker Kopfzerbrechen bereiten.
Ambrozy: "Bundespolitisches Dealen" um Jörg Haider
SPÖ-Bundesparteivorsitzender Gusenbauer sprach am Freitag in Klagenfurt von einem "Beitrag von eminenter Wirkung" auf die Bundespolitik. Der Kärntner Spitzenkandidat LHStv. Peter Ambrozy meinte, im Hinblick auf die politische Zukunft Jörg Haiders sei bundespolitisch vermutlich "Einiges gedealt" worden.
Zuversicht herrscht trotz schlechter Umfragewerte bei der Kärntner Volkspartei. "Vor fünf Jahren hatten wir gute Umfragen und ein schlechte Wahlergebnis, dieses Mal wird es umgekehrt sein", sagte Spitzenkandidatin Scheucher am Freitag bei der Abschlusspressekonferenz in Klagenfurt.
Für die Grünen macht die hohe Grundmandatshürde die Kärntner Landtagswahl zur Zitterpartie. Um ins Kärntner Landesparlament - das letzte, in dem noch keine Grün-Abgeordneten sitzen - einzuziehen, müssen die Grünen zumindest im Wahlkreis Klagenfurt die Zehn-Prozent-Hürde überspringen.Trotzdem gibt man sich siegessicher: "Ich habe heute schon im Landtag vorbeigeschaut: Die haben noch nicht einmal umgebaut für uns!", scherzte Spitzenkandidat Holub am Freitag bei der Wahlkampf-Abschlussveranstaltung in Klagenfurt.
Mit zur Schau getragenem Optimismus ist auch die Salzburger Volkspartei Freitag Vormittag ins Wahlkampf-Finish gestartet. Spitzenkandidat Schausberger zeigte sich "sehr zuversichtlich", das Wahlziel Platz eins zu erreichen. Was er im Fall einer Niederlage macht, ließ der Landeshauptmann auch am Freitag offen: "Eine andere Variante (als Platz eins, Anm.) ist derzeit in meinem Hirnkastl nicht drin". Sollte die ÖVP doch hinter die SPÖ zurückfallen, werde man am Montag die Situation in den Gremien beraten. (apa/red)
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