Freitag, 5. März 2004

Kärntner VP: Mehr als 20 Prozent und zweiter Regierungssitz als Ziel

  • Scheucher trotz schlechter Umfragewerte zuversichtlich
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Zuversicht trotz schlechter Umfragewerte herrscht bei der Kärntner Volkspartei zwei Tage vor der Landtagswahl. "Vor fünf Jahren hatten wir gute Umfragen und ein schlechte Wahlergebnis, dieses Mal wird es umgekehrt sein", sagte Spitzenkandidatin Elisabeth Scheucher am Freitag bei der Abschlusspressekonferenz in Klagenfurt. Auch Parteichef Georg Wurmitzer sprach von einem "herzeigbaren und respektablen Ergebnis" am Sonntag.

Konkret wären dies mehr als die 20,74 Prozent im Jahr 1999 und damit der zweite Regierungssitz, der vor fünf Jahren verloren gegangen war. In den jüngsten Umfragen wird der Volkspartei jedoch nur ein Stimmenanteil von 16 bis maximal 18 Prozent zugetraut. Vor fünf Monaten, als Scheucher als Spitzenkandidatin vorgestellt worden war, waren es noch 22 bis 23 Prozent.

"Frauen denken anders"
"Wir haben eine gute Mischung aus Jung und Alt sowie allen Berufsgruppen", betonte Scheucher. Sie selbst sieht sich als "Anwältin der Kleinen" und will am Sonntag mit den Themen Familie ("der beitragsfreie Kindergarten stärkt die Familien"), Arbeitsplätze, soziale Dienste, Budgetsanierung und Nachbarschaftspolitik punkten. Außerdem wolle sie einen "neuen Stil" in die Politik einbringen, getreu dem Motto "Frauen denken anders".

Warnung vor FPÖ-SPÖ-Zusammenarbeit
Kritik übte die ÖVP-Spitzenkandidatin an der Wahlwerbung der anderen Parteien, vor allem an jener der FPÖ. "Sind das Inserate der Landesregierung oder ist das Wahlkampf?", fragte sie und kritisierte, dass Sach- und Zukunftsthemen in den Hintergrund gerückt seien. "Vorrangig geht es in Kärnten nur mehr um die Landeshauptmann-Frage", sagte Scheucher und bezeichnete eine möglich künftige SP-FPÖ-Zusammenarbeit in Kärnten als "Vermischung von roter Machtpolitik mit blauer Freunderlwirtschaft".

(apa/red)

5.3.2004 11:30