Donnerstag, 4. März 2004

Salzburg-Wahl: SPÖ optimistisch über Wahl-Ausgang

  • Burgstaller: Ziel ist, in der Regierung zu sein
  • Bgm. Schaden: Vor uns braucht sich niemand fürchten

Optimistisch über den Ausgang der Wahlen zeigte sich die Spitze der Salzburger SPÖ Donnerstag Abend bei ihrer Wahlabschlusskundgebung, die unter dem Motto "Damit Salzburg aufblüht" auf der Steinterrasse stattfand. Genau hier hatte am 7. Jänner Landeshauptmann Franz Schausberger seinen Nachfolger Wilfried Haslauer präsentiert. Ob der Ort aus symbolischen Gründen gewählt wurde, ließ sich aus der kurzen Rede von SP-Chefin Gabi Burgstaller nicht erkennen. "Unser Ziel ist, in der Regierung vertreten zu sein", so die SP-Spitzenkandidatin unter frenetischem Applaus.

"Wir hatten ein wunderbares Rennen, alles ist bestens und hervorragend gelaufen. Kein Wahlkampf war in Salzburg so spannend und kämpferisch", sagte die vom Wahlkampf schon etwas gezeichnete Burgstaller, die von 5.00 Uhr bis in die Nachtstunden stets unterwegs war. Es gebe viele, die sagen würden, sie hätten die SPÖ noch nie gewählt, aber "sie wollen, dass etwas anders wird".

"Wir stehen vor dem Zielhang und die Zwischenzeit ist toll. Unser Ziel ist, in der Regierung zu sein. Ob wir als Erste das Ziel erreichen, entscheiden die Wähler und Wählerinnen am 7. März." Jedenfalls sei sie stolz, dass seitens der SPÖ mit ihrem Programm den WählerInnen ein so gutes Angebot gemacht werden könne, so die SP-Spitzenkandidatin. Priorität hätten die Arbeit und Wirtschaft, die älteren Menschen und nicht "a la Wurstsemmelsager" natürlich auch die Jugend. Sie schäme sich auch dafür, dass die Bundesregierung die älteren Menschen so belogen habe.

"Freiheit statt Zwänge. Manchmal gibt es zu viele Hürden und Verbote - da möchten wir einmal durchlüften". Öffnung solle es vor allem bei der Ausbildung und bei der Kinderbetreuung geben.

Burgstaller präsentierte erneut ihr Regierungsteam: Landesrat Othmar Raus, der "Mister Finanzen und Stabilität", steht der SPÖ weiterhin zur Verfügung, sollte die Partei bei der Landtagswahl erste werden. Raus erklärte, dass das Geld zwar nicht mehr werden werde, doch wenn die SPÖ die Verantwortung übernehme, sich der Schuldenstand "nicht erhöhen wird". "Gabi muss Landeshauptfrau werden", so das längst dienende Mitglied in der Salzburger Landesregierung. Sollte die SPÖ in die Regierung kommen, dann sei AMS-Chef Erwin Buchinger als "Mister Arbeit" fix im Boot. Diesmal könne es die SPÖ schaffen, meinte Buchinger, der auch das Sozialressort übernehmen soll. Das Verkehrsressort bliebe bei Landesrat Walter Blachfellner.

"Wir rennen, rennen und sind alle gerannt. Wir haben uns bemüht, fair und bei den Themen zu bleiben", meinte der Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahl in der Stadt Salzburg, Bürgermeister Heinz Schaden. Salzburg sei eine lebenswerte Stadt und solle es bleiben. "Die Stadt braucht eine starke SPÖ", die das Klima der Kooperation hochhalten wolle. "Vor uns braucht sich niemand zu fürchten", so der Bürgermeister.

Nach den eher kurz gehaltenen Reden - moderiert von NRAbg. Josef Broukal (als einziger der Bundes-SP vertreten, Anm.) - begaben sich die SP-Spitze und ihrer Mitarbeiter auf die Steinterrasse. Sternspritzer und bengalische Feuer erhellten die Nacht - alle zeigten sich zuversichtlich und gut gelaunt. (apa/red)

4.3.2004 22:02