Donnerstag, 4. März 2004

Verrückt-Sager vor Salzburg-Wahl: Burgstaller entschuldigt sich bei Grünen

  • Wegen Aussage, sie sei nicht verrückt, mit Grünen zu koalieren
  • Salzburg: Land und Stadt wollen besser kooperieren

Doch nicht verrückt: Die Salzburger SP-Chefin Gabi Burgstaller ist um Stimmungsverbesserung gegenüber den Grünen bemüht. Nach ihrer Aussage, sie sei ja nicht verrückt, mit den Grünen zu koalieren, entschuldigte sich die Spitzenkandidatin nun am Donnerstag für ihre Wortwahl: "Ich bedaure diesen Ausdruck wirklich". Wenn es ginge, würde sie ihn sofort rückgängig machen. Prinzipiell bliebt Burgstaller bei ihrer Wahlkampf-Abschluss-Pressekonferenz aber dabei, dass in Sachen Koalition die ÖVP die erste Priorität habe.

Die SP-Chefin erklärte, sie habe den Grünen Landessprecher Cyriak Schwaighofer bereits angerufen und ihm das Ganze erklärt. Sie hoffe, dass die Sache damit aus der Welt sei. Die Aussage sei im Rahmen eines Wahlkampf-Auftritts "unter Druck" gefallen und "einfach dahin gesagt" gewesen. Zu einer Zusammenarbeit mit den Grünen ist Burgstaller weiter bereit, "erste Priorität" habe aber eine Koalition mit einer modernisierten ÖVP.

Eigentliches Thema der Pressekonferenz war die Willensbekundung von Stadt- und Landespartei, künftig eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Gebietskörperschaften zu ermöglichen. Konkret wollen Burgstaller und Bürgermeister Heinz Schaden (S) ein gemeinsames Stadt/Land-Forum schaffen, in dem Projekte gemeinsam angegangen werden. Damit sollte auch ein effektiveres Auftreten gegenüber dem Bund möglich werden, hofft der Stadtchef.

(apa/red)

4.3.2004 12:04