Countdown zur Landtagswahl: Haider und Schausberger glauben, dass sie im Amt bleiben
- Herausforder verweisen auf gebrochene Versprechen
- Keine Koalitions-Festlegungen

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Entscheidung: Haider vs Ambrozy
Die mögliche Abwahl der Landeshauptleute von Kärnten und Salzburg bei den anstehenden Landtagswahlen stand am Sonntag Abend im Mittelpunkt der Fernsehsendung "Offen gesagt". Die Betroffenen, Jörg Haider (F) und Franz Schausberger (V), wollten davon freilich nichts wissen. Die Herausforderer verwiesen einmal mehr auf die ihrer Ansicht nach gebrochenen Versprechen der Landeshauptleute. Haider deutete auch wieder einmal bundespolitische Ambitionen an.
Es habe dem Land Kärnten nicht gut getan, als er nach Knittelfeld in einer "Schwächephase" gewesen sei, sagte Haider auf die Frage, ob er als FP-Obmann zur Verfügung stünde. Nur als starker Landeshauptmann könne er etwas beeinflussen, meinte der Altparteiobmann ohne konkreter zu werden.
Konkrete Ansagen waren generell rar in der Diskussion. Schausberger möchte erst nach der Wahl sagen, was er bei einem etwaigen schlechten Abschneiden zu tun gedenke. Er zeigte sich aber zuversichtlich, einen Machtwechsel verhindern zu können. "In Bedrängnis bin ich sicher nicht". Die Salzburger SP-Spitzenkandidatin Gabi Burgstaller sprach sich neuerlich für eine große Koalition aus SPÖ und ÖVP aus. Angst habe sie zwar keine vor den Grünen, es gebe aber "inhaltliche Gründe", warum mit ihnen die Zusammenarbeit "schwierig" werden könnte.
Für den Kärntner Wahlkampf zeigte sich SP-Spitzenkandidat Peter Ambrozy überzeugt, dass es am 7. März einen "deutlichen Abstand" zur FPÖ geben werde. Er warf Haider zahlreiche "gebrochene Versprechen" vor. Ob die SPÖ im Falle einer Niederlage Haider zum Landeshauptmann wählen würde? Damit beschäftige er sich nicht, so Ambrozy. Haider hatte zuvor auf die Frage, ob er einen Wahlsieger Ambrozy wählen würde, erklärt: "Ohne wenn und aber." Zusatz: Das gelte freilich nur, wenn die selbe Zusage von der SPÖ käme. Auch er zeigte demonstrativ Optimismus. In den letzten Wochen habe sich die Stimmungslage massiv gedreht, glaubt Haider.
(apa/red)
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