Lawinenabgang: Familienvater in Obersteiermark getötet
- 13-jähriger Sohn entkam Schneebrett und alarmierte per Handy Einsatzkräfte
- Zweiter Lawinenabgang verlief glimpflich
Ein Lawinenunglück am Admonter Kalbling in der Obersteiermark am Samstag hat ein Todesopfer gefordert. Ein 39 Jahre alter Familienvater war mit seinem 13 Jahre alten Sohn gerade bei der Abfahrt vom Kalbling, als er ein Schneebrett lostrat. Der Sohn, der der Lawine entkam, verständigte per Mobiltelefon die Rettungskräfte. Diese konnten den 39 Jahre alten Mann aber nur noch tot bergen.
Zwei andere Tourengeher konnten sich selbst befreien. Das Unglück ereignet sich gegen 14.30 Uhr. Laut einem Alpin-Gendarmen kam es in einem steilen Geländeabschnitt auf der Nordseite des Kalbling, der so genannten Gofer-Rinne, zu dem Lawinenabgang. Vater und Sohn - beide stammen aus Selzthal im Bezirk Liezen - waren laut der Gendarmerie erfahren und gut ausgerüstet. Bei der Bergung waren drei Hubschrauber im Einsatz.
Relativ glimpflich verlief ein weiterer Lawinenabgang in der Steiermark: Auf der Nordseite der Hohen Veitsch (Bezirk Mürzzuschlag) wurde eine 31 Jahre alte Wiener Tourengeherin von den Schneemassen mitgerissen. Da ihre Hand noch herausragte, konnten ihre beiden Begleiter sie rasch bergen. Sie wurde unbestimmten Grades verletzt ins LKH Bruck/Mur eingeliefert.
Der Lawinenabgang nördlich der Hohen Veitsch (1.981 Meter) im Bereich der so genannten Rodel ereignete sich gegen 11.45 Uhr, wie ein Gendarm des Postens Neuberg an der Mürz mitteilte. Die an der Spitze der Dreiergruppe aus Wien gehende Ulrike Z. wurde mitgerissen. Da nach dem Stillstehen der Schneemassen noch ihre Hand herausragte, konnten ihre beiden Begleiter sie schnell mit Händen und Skiern ausgraben. Per Handy alarmierten die beiden Männer die steirische Landeswarnzentrale. (apa)
