PVA-Obmann Haas: "Für 60% der neuen Pensionisten gibt es Verschlechterungen"
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Heuer droht 10% Pensions-Verlust!
Der Obmann der Pensionsversicherungsanstalt (PVA), Karl Haas, hat am Samstag die Darstellung von Bundeskanzler Schüssel zurück gewiesen, wonach zwei Drittel aller Personen, die heuer in Pension gegangen sind, durch die Pensionsreform keine Verluste erlitten hätten. Im Ö1-"Mittagsjournal" sagte Haas: "Das ist eine falsche Aussage". Es gebe für rund 60 Prozent dieser Personen Verschlechterungen.
Die genauen Zahlen nannte ÖGB-Präsident Verzetntisch in einer Aussendung: Von den 5.686 neuen Fällen sind rund 3.400 von Kürzungen bis zu zehn Prozent und darüber betroffen. Das sind Personen, die nach rund 45 Beitragsjahren im Alter von 60 Jahren nach der "Hacklerregelung" oder ohne "Hacklerregelung" mit 61,5 Jahren in Pension gehen.
Die unterschiedlichen Zahlen ergeben sich wohl daraus, dass Schüssel alle Personen einbezogen hat, die im Jänner und Februar in Pension gegangen sind. Haas verweist hingegen darauf, dass für jene Personen, die im Jänner ihre Pension angetreten haben, noch die alte Rechtslage gilt und daher erst die ab Februar in Pension gegangenen Personen für die Berechnung berücksichtigt werden dürfen.
Für Verzetnitsch hat sich damit jedenfalls die Kritik des ÖGB und der Arbeiterkammer an der Pensionsreform bestätigt. "Für diese Menschen zählen nur die Fakten und nicht Interpretationen", sagte der ÖGB-Präsident.
ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka verteidigte hingegen die Darstellung des Bundeskanzler und forderte SPÖ und Arbeiterkammer auf, mit "Falschmeldungen" und "Panikmache" Schluss zu machen.
(apa)
