Samstag, 6. März 2004

Wilde Verfolgungsjagd: Betrunkener Geisterfahrer hielt Polizei auf Trab

  • Mann konnte erst im zweiten Anlauf verhaftet werden
  • Mit 2,4 Promille auf Mühlkreisautobahn in falscher Richtung unterwegs

Eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte sich am Freitagabend ein 37-jähriger betrunkener Geisterfahrer auf der Mühlkreisautobahn (A7) im Stadtgebiet von Linz. Der Mann konnte erst im zweiten Anlauf von der Polizei gestoppt werden, bei der Festnahme leistete er heftigen Widerstand.

Gegen 20.00 Uhr gingen bei der Notrufzentrale der Polizei Linz die ersten Anrufe ein. Ein Autolenker sei mit "sehr hoher Geschwindigkeit" auf der Mühlkreisautobahn in die falsche Fahrtrichtung unterwegs. Bereits kurz darauf gelang es einer Polizeistreife, den Geisterfahrer im Bereich der "Landesfeuerwehrschule" zu stoppen. Als die Beamten aus ihrem Wagen ausstiegen, stieg der 37-Jährige jedoch erneut aufs Gaspedal und raste - wieder in die falsche Fahrtrichtung - davon.

Ausweichen in letzter Sekunde
Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung in die falsche Fahrtrichtung auf - in der Hoffnung, dass ihr Blaulicht die entgegenkommenden Autofahrer warnen würde. Zahlreiche Lenker konnten nur in letzter Sekunde der wilden Verfolgungsjagd ausweichen. Erst kurz vor der "voest-Brücke" gelang es der Streife, den Geisterfahrer, der mit über 100 km/h unterwegs war, zu überholen und an den Fahrbahnrand zu drängen.

Der 37-jährige Mann leistete bei seiner Festnahme heftigen Widerstand. Ein durchgeführter "Alko-Test" ergab 2,4 Promille Alkohol im Blut. Der Mühlviertler wurde wegen "vorsätzlicher Gemeingefährdung" angezeigt.

(apa)

6.3.2004 10:56