Familie als Drogen-Clan! Auch Oma dealte mit Suchtgift
- 33 Festnahmen in Wien
- Suchtgifthandel in Millionenhöhe sowie Einbrüche und Schutzgelderpressungen
·113 Kilo Heroin!
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Ein weiterer Schlag gegen die Wiener Drogenszene ist der Polizei gelungen: Nach umfangreichen Ermittlungen wurde ein vor allem aus serbischen und österreichischen Staatsbürgern bestehender "Familienclan" ausgehoben. Die Drogenbande soll vor allem in Wien-Leopoldstadt ihr Unwesen getrieben haben.
Den Verdächtigen konnte bisher der Verkauf von Drogen in einem Gesamtwert von etwa 2,5 Mio. Euro nachgewiesen werden. 46 Personen wurden angezeigt, 33 festgenommen. "Der Großteil steht miteinander in einem Verwandtschaftsverhältnis", sagte Major Roudny.
Blühender Handel im Krankenhaus
Die Polizei kam auf die Spur der Bande, nachdem ein stationär aufgenommener Patient in einem Wiener Krankenhaus einen blühenden Suchtgifthandel betrieben hatte. "Die Käufer sind einfach zu ihm ins Spital gekommen", meinte Roudny. Schließlich wurde die Polizei eingeschaltet.
Bei den weiteren Ermittlungen stieß die Exekutive auf einen ganzen Familienclan, der gemeinsam mit Komplizen vor allem in einschlägig bekannten Lokalen in Wien-Leopoldstadt einen regen Suchtgifthandel betrieben haben soll. Selbst die Großmutter war in die kriminellen Machenschaften involviert. "Sie hat die Drogen in die Lokale gebracht", so Roudny.
Schutzgeld oder gebrochene Hand
Die Bande, die vor allem aus serbischen und österreichischen Staatsbürgern besteht, soll von den Wirten auch Schutzgeld erpresst haben. "Einer, der nicht gezahlt hat, wurde von ihnen in eine Garage gelockt, wo ihm eine Hand gebrochen wurde", sagte der Ermittler. Bei Hausdurchsuchungen wurden neben 830 Tabletten Ecstasy, 280 Gramm Kokain und 2,8 Kilo Marihuana auch Pistolen und eine Handgranate sichergestellt. Zudem werden den Verdächtigen auch mehrere Einbrüche zur Last gelegt.
Die Bande ging äußerst professionell vor. Die Straßen zu den Lokalen und die Eingänge wurden mit versteckten Kameras überwacht, die teilweise sogar eingemauert gewesen sind. "So wussten sie, wenn die Polizei kam", sagte Roudny. Die technische Ausstattung wurde ebenfalls von der Polizei beschlagnahmt. Die Verdächtigen sind geständig.
(apa/red)
