Dienstag, 2. März 2004

Bleckmann: "Lügenkampagne" der AK

  • Pensionen: Sozialministeriums-Hotline ab Mittwoch

Eine harsche Reaktion auf die Angaben der Arbeiterkammer zu den Auswirkungen der Pensionsreform kommt von der FPÖ. Für FP-Generalsekretärin Magda Bleckmann sind die von der AK vorgelegten Zahlen zur Pensions-Reform "schlichtweg falsch". Bleckmann spricht von einer "Lügenkampagne".

Für FP-Vize Max Walch betreibt die Arbeiterkammer "mit den Mitgliedsbeiträgen Wahlkampf". Das Sozialministerium will ab morgen eine Telefonhotline zur Pensionsreform einrichten.

Unter der Telefonnummer 0800/240262 sollen ab morgen, Mittwoch, von 8.00 bis 16.00 Uhr Beamte Fragen zur Pensionsreform, zum Härtefonds und zu den Abschlagszahlungen beantworten, hieß es im Büro von Sozialminister Herbert Haupt (F) auf Anfrage der APA. Die Arbeiterkammer wolle mit ihrer Kampagne lediglich überdecken, dass die Pensionsreform Frauen ein Plus von drei bis acht Prozent bringen könne.

Walch rief alle Arbeitnehmer per Aussendung auf, "sich während der laufenden Wahlkämpfe in den Ländern und in der Arbeiterkammer selbst nicht an die AK zu wenden, sondern an die offiziellen Stellen". Für Bleckmann riskiert die Arbeiterkammer "die letzten Reste ihres Ansehens in der Bevölkerung, um mit Unwahrheiten Stimmung für die Kammerwahlen zu machen".

Die Freiheitlichen hätten bei den Verhandlungen zur Pensionsreform 2003 die zehnprozentige Verlustdeckelung erreicht. Wer trotzdem eine "soziale Härte erleiden sollte", könne auf den Härtefonds im Sozialministerium zurückgreifen. "Wahre Härten wären nur bei keiner Pensionsreform gekommen. Denn dann hätte absehbarer Zukunft niemand mehr eine Pension erhalten", meint Bleckmann.
(apa, red)

2.3.2004 15:51