Nach Salzburg und Tirol: AK-Wahl in Vorarlberg bis 18.März
- 105.190 Wahlberechtigte entscheiden über Verteilung von 70 Mandaten
- Fink verteidigt Mehrheit, Gegner wollen "schwarze" Übermacht verhindern
Nach den Bundesländern Salzburg und Tirol hat am Montag auch in Vorarlberg die Arbeiterkammer-Wahl begonnen, die bis 18. März dauert. 105.190 Wahlberechtigte sind aufgerufen, über die Neuverteilung der 70 Mandate in der Feldkircher AK-Vollversammlung zu entscheiden.
Die Möglichkeit der Briefwahl wurde von der Kammer forciert, um eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. AK-Präsident Josef Fink verteidigt als Spitzenkandidat der Liste 1 die Mehrheit, die vier anderen Listen wollen die "schwarze" Übermacht verhindern und nach Möglichkeit stärker werden.
Auch diesmal kandidieren fünf Gruppen. "Liste 1: Österreichischer Arbeiter- und Angestelltenbund (ÖAAB)-AK-Präsident Josef Fink" will den Vorsprung halten. "Liste 2: Manuela Auer - FSG" hofft nach dem Tiefpunkt von 1999 auf Rückenwind für die SPÖ und einen klaren Zugewinn. FPÖ-Spitzenkandidat Günther Baur und die "Liste 3: Freiheitliche und Parteifreie Arbeitnehmer - FA" wollen mit einem "blauen" Auge davonkommen. Der eingebürgerte Türke Adnan Dincer als Frontmann der "Liste 4: NBZ - Neue Bewegung für die Zukunft; Gelecek icin yeni Hareket; Novi Porket za Buducnost" rechnet mit Zuwächsen. Und auch der Grüne Mario Lechner mit seiner "Liste 5: Gemeinsam, Grüne und Unabhängige - Gemeinsam" will den Mandatsstand auf vier verdoppeln.
Bei der letzten Wahl im April 1999 hat die AK-Wahlbeteiligung in Vorarlberg 45 Prozent betragen. Die Liste ÖAAB/AK-Präsident Josef Fink errang 60,01 Prozent bzw. 43 der 70 Mandate in der Vollversammlung. Die FSG rutschte auf den Tiefstand von elf Mandaten (16,11 Prozent), die Freiheitlichen Arbeitnehmer kamen auf neun Mandate (12,74), die grün-nahe Liste "Gemeinsam" auf zwei Mandate (3,38) und die Liste eingebürgerter Türken "NBZ" (Neue Bewegung für die Zukunft) auf fünf Mandate (7,17).
Österreichweit wählen rund 2,5 Millionen Arbeitnehmer - länderweise - bis Mitte Mai ihre Vertreter in den Arbeiterkammern. Auf Basis dieser neun Wahlergebnisse werden dann nicht nur die Präsidenten der neun Arbeiterkammern in den Ländern, sondern (voraussichtlich im September) auch der Präsident der Bundesarbeitskammer (BAK) gewählt. Dafür kandidiert AK-Präsident Herbert Tumpel wieder.
(apa)
