Freitag, 27. Februar 2004

Erneut Rückrufaktion: 28.700 Porsche Cayenne und VW Touareg betroffen!

  • Scheuernde Feder kann zu Elektronik-Ausfall führen

Die ersten 22.000 gebauten Exemplare des Porsche-Geländewagens "Cayenne" und 6.500 Einheiten seines VW-Schwester-Modells "Touareg" in die Werkstatt. Grund für die weltweite Rückrufaktion sei, dass eine Feder an der Feststellbremse an einen darunter liegenden Kabelstrang scheuern könne, sagte ein Sprecher des deutschen Sportwagenherstellers.

In Österreich sind laut Porsche Holding 205 "Cayenne" und 378 "Touareg" von der Rückrufaktion betroffen. Die Aktion sei freiwillig und eine reine Vorsichtsmaßnahme, betonte Porsche. Der Fehler sei bei Langzeittests erkannt worden, es sei bisher zu keinen Unfällen oder anderen Zwischenfällen gekommen.

Betroffen seien alle 22.158 "Cayenne", die vom Produktionsstart im Oktober 2002 bis zum 19. Juli 2003 hergestellt wurden, 11.355 davon wurden in den USA verkauft. Alle Fahrzeugbesitzer seien bereits informiert worden, das Kabel werde neu verlegt. Dies sei nicht aufwendig, hieß es aus dem Porsche-Konzern.

Die Feststellbremse wird beim Cayenne und bei dem auf der selben Plattform gebauten Touareg mit dem Fuß betätigt. Die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erläuterte auf ihrer Internet-Site, dass ein aufgescheuertes Kabel zum Ausfall von Teilen der Elektronik führen könne und in extremen Fällen zu einem Kabelbrand in der Nähe der Instrumententafel.

Wegen des gleichen Problems bei dem zusammen mit Porsche entwickelten "Touareg" hat Volkswagen (VW) nach eigenen Angaben seit Ende Jänner in Europa rund 6.500 Besitzer des sportlichen Geländewagens benachrichtigt. In den USA sei der Fehler bereits im vergangenen Sommer bemerkt und bei den meisten Autos noch vor der Auslieferung behoben worden. Dort hätten 60 Touareg in die Werkstätten zurückgerufen werden müssen. (APA/Red.)

27.2.2004 12:50