Mittwoch, 25. Februar 2004

Sonja Klima: Ende ohne Schrecken

  • Bald soll es ein friedliches Ehe-Finale vor Gericht geben

Endlich Scheidung! Das Ehepaar regelte in Argentinien die Modalitäten. Demnächst friedliches Finale vor Gericht!

Reisen können, man weiß es, das Leben bereichern. Sonja Klima, 40, zum Beispiel hat es mehrfach mit bekannt wechselndem Erfolg nach Argentinien gezogen. Jetzt wieder für mehrere Wochen. Und wenn sie demnächst heimkehrt, importiert sie zwei wichtige Lebensentscheidungen.

  • Offiziell hat sie wieder einmal die Stätten ihres neuen, über den Reiseveranstalter Mondial ausgeschriebenen Touren-Angebots von Buenos Aires bis Mendoza und Salta besichtigt. Die Begleitung kleiner feiner Reisegruppen durch das Land von Evita, Gauchos und Pinguinen soll Teil ihres neuen Berufslebens sein.

  • Inoffiziell aber hat sie überfällige Klärungen im privaten Bereich vorgenommen. Was nämlich ihrem eigenen und dem gegnerischen Anwalt beharrlich misslungen ist, haben Sonja und Viktor Klima im Vieraugengespräch bewältigt: Sie haben den Konsens für eine rasche Scheidung hergestellt. Viktor Klima, 56, hatte bisher keine Eile, die sieben Jahre währende Ehe zu finalisieren. Auf ihr Drängen ist er nun zum einvernehmlichen Ende bereit. In Kürze wird es beim Gericht in Wien-Schwechat zum Showdown kommen.

    „Mir reicht es jetzt.“ Schon vor ihrer Abreise ins Südamerikanische Anfang Februar war Sonja Klima entschlossen, Tempo in die Causa zu bringen: „Mir reicht es jetzt. Kein Mensch versteht, warum Viktor die Scheidung verzögert, wo er doch eindeutig mit der anderen lebt und auch ein Kind mit ihr hat. Ich will das jetzt alles beenden.“ Auch Klima-Anwalt Johannes Ehrenhöfer bestätigte noch zu Jahresbeginn: „Mein Mandant hat mich bisher wissen lassen, dass ihm an einer Scheidung nicht übermäßig gelegen ist.“ Der Advokat hatte keinen Auftrag, die Auflösung der Ehe offiziell zu betreiben.

    Er wollte die Scheidung nicht. Sonja Klimas Anwältin Huberta Gheneff – vormals Böhmdorfers Kanzleigefährtin und Haider-Advokatin – hatte bisher erhebliche Probleme mit der mangelnden Kooperationsbereitschaft der Gegenseite. Viktor Klima, hochdotierter Werkspräsident von VW Argentina mit Sitz in Buenos Aires, hat auf mehrseitige Vorhaltungen der Anwältin wegen zu geringer Unterhaltszahlungen bisher kaum reagiert. Gheneff war nahe daran, Zivilklage einzubringen, die Viktor Klima zur Offenlegung seines Managergehalts gezwungen hätte. Damit hätten jene 33,3 % des Nettoeinkommens errechnet werden können, auf die Sonja Klima Anspruch hat. Der Altkanzler kam nicht zum geplanten Anwaltsgespräch und reagierte auch sonst nicht.

    Sonjas weibliche Waffen. In diesem Stadium besann sich die verlassene Ehefrau des weiblichen Waffenarsenals und nahm sich vor, die verfahrene Causa beim nächsten Trip nach Buenos Aires von Angesicht zu Angesicht zu regeln. Und siehe da, vor wenigen Tagen kam es im argentinischen Hochsommer zu einem „höchst erfreulichen“ Wiedersehen zwischen dem Altkanzler und der Garnichtaltkanzlergattin.

    Über den Inhalt des vertraulichen Gesprächs schweigt Sonja Klima: „Ich will das endlich wieder gute Gesprächsklima zwischen uns nicht zerstören.“ Nur so viel ist durchgedrungen: Viktor Klima soll mehrmals betont haben, wie leid ihm die gesamte Entwicklung tue. Dass er das alles so nicht gewollt habe. Dass ihm alles nur „irgendwie“ passiert sei. Und dass er eigentlich gar nicht sicher sei, noch einmal heiraten zu wollen.

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    PLUS: Reiten & golfen mit Sonja Klima

    25.2.2004 16:42