Güssinger-Pleite: Starzinger will Mineralwasser-Firma kaufen
- Frankenmarkter Kracherl-König aussichtsreichster Interessent
- Produktion ist gesichert, Lieferverträge können erfüllt werden
Der oberösterreichische Getränke-Multi August Starzinger will die südburgenländische Mineralwasserfirma Güssinger kaufen. Er dürfte laut Zeitungsberichten der aussichtsreichste Interessent für die, in der Vorwoche in den Konkurs geschlitterte, Traditionsmarke sein. Güssinger-Masseverwalter, Peter Hajek, sagte der Neustart von Güssinger würde 8 bis 9 Mio. Euro kosten.
Rund 2 Millionen Euro müssten für die Güssinger-Vermögenswerte hingeblättert werden. Mit weiteren 3,6 Mio. Euro müsse die San Paolo IMI Bank bedient werden, die ein Pfandrecht auf die Betriebsliegenschaft hat. Der Rest entfällt auf Investitionen wie ein neues Förderband und eine Flaschenwaschanlage. 80.000 Euro sind bei der Gemeinde zu begleichen.
Zur Frankenmarkter Starzinger-Gruppe zählen neben Limonaden (Schartner Bombe) und diversen Bieren auch die zwei Mineralwasser- Marken Juvina und Longlife, die ebenfalls in Südostösterreich hergestellt werden. Durch die geografische Nähe erhoffe sich Starzinger gewisse Synergien mit Güssinger, heißt es. Starzinger mache seinen Einstieg jedoch noch davon abhängig, "ob es bei Güssinger im Keller noch Leichen" gibt. Die Starzinger-Gruppe setzt mit 230 Mitarbeitern 45 Mio. Euro um und ist in Österreich und Ungarn aktiv. (APA/Red.)
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