Freitag, 27. Februar 2004

Tourismus im Jänner: Mehr Gäste, aber weniger Übernachtungen

  • Wien ist Nächtigungs-Spitze

Im Jänner 2004 haben zwar mehr Gäste in Österreich Urlaub gemacht, sie haben aber weniger oft genächtigt. Laut vorläufigen Berechnungen der Statistik Austria haben die heimischen Tourismusbetriebe im Jänner dieses Jahres im Vergleich zum Jänner 2003 zwar um 10,7 Prozent mehr Ankünfte gemeldet, die Übernachtungen sind aber gleichzeitig um 0,8 Prozent auf rund 12,46 Millionen zurückgegangen.

Gäste aus dem Ausland nächtigten im Jänner um 2,4 Prozent seltener, obwohl sich auch ihre Zahl um 8,3 Prozent auf über 1,9 Millionen erhöht hatte. Die Zahl der inländischen Gäste erhöhte sich um 17,5 Prozent auf 743.000, bei den Inländerübernachtungen kam es aber nur zu einem Plus von 6,3 Prozent. Hotelbetriebe der Fünf- und Vier-Stern-Kategorien bauten laut bei den Übernachtungen ihren Marktanteil um 3,6 Prozent weiter aus, Privatquartiere und private Ferienwohnungen mussten jeweils Verluste von 3,3 Prozent bzw. 1,5 Prozent hinnehmen.

Bei den nach Nächtigungen stärksten Herkunftsländern Deutschland und den Niederlanden wurden im Jänner Rückgänge von 2,4 Prozent und 8,4 Prozent gemeldet, während die Ankünfte um 8,5 Prozent bzw. 2,9 Prozent zulegten. Italien konnte hingegen mit einem überdurchschnittlich hohem Plus von 13,6 Prozent bei den Übernachtungen und 9,3 Prozent bei den Ankünften abschließen.

Wien ist Nächtigungs-Spitze
Die relativen Nächtigungszunahmen fielen am stärksten in Wien mit 13,1 Prozent und Niederösterreich mit 10,8 Prozent aus. In den verbleibenden Bundesländern waren nur geringe Zunahmen bzw. negative Ergebnisse zwischen minus 0,2 Prozent in Oberösterreich und minus 4,5 Prozent in der Steiermark zu beobachten. Bei den Ankünften gab es durchwegs Zuwächse, am höchsten in Vorarlberg mit 10,8 Prozent, Wien mit 14 Prozent, Salzburg mit 12,7 Prozent und in Kärnten mit 11,8 Prozent.
(apa)

27.2.2004 12:40