Donnerstag, 26. Februar 2004

China: Millionenaufträge für österreichische Firmen

  • Grazer Firma POC zog mit dem Biozid Akacid 30-Mio.-Euro-Deal an Land

Im Rahmen der fünftägigen China-Reise von Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck hat die österreichische Wirtschaft Millionenverträge mit der 100 Millionen-Einwohner-Provinz Shandong abgeschlossen. Den "größten Fisch" zog dabei die Grazer Firma POC an Land.

POC konnte ihre exklusiven Lizenzrechte für die Akacid-Produktion mit einer Mindestabnahme im Ausmaß von rund 30 Mio. Euro an die Yantei Haiao Import and Export Co. vergeben. "Die Erstbestellung ist bereits erfolgt", sagte Waneck im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien.

Akacid ist ein Biozid, das einerseits in geringster Konzentration hochwirksam gegen einzellige Lebensformen wie Bakterien oder Pilzsporen wirkt, andererseits auf Grund seiner dichten Molekularstruktur für Menschen und Tiere ungiftig und ungefährlich ist. Ebenso unwirksam ist Akacid in Klärschlamm und im Erdreich, womit eine umweltfreundliche Verwendung gewährleistet ist. Waneck: "Es wird vor allem zur Flächendesinfizierung eingesetzt, erstickt auch Tuberkulose-Keime und wirkt gegen Anthrax-Sporen."

Weiters wurde im Rahmen der Delegationsreise der erste österreichische Joint Venture-Vertrag in Shandong unterzeichnet. Es handelt sich dabei um eine Abfüllanlage in der Größenordnung von sechs Mio. Euro. In dieser Anlage werden, so Waneck, die Akacid-Produkte abgefüllt und in China ausgeliefert.

Außerdem wurde ein Vorvertrag für eine Ölmühle unterzeichnet. Diese Mühle, so Waneck, solle dazu beitragen, die Schwierigkeiten der Provinz in der Landwirtschaft durch den Rapsanbau abzufedern. Ebenfalls einen Vorvertrag mit Shandong besitzt nun Sepp Zotter, Inhaber der Schokoladen-Firma Zott. Er soll eine Schokoladenfabrik in der Provinz errichten.
(apa, red)

26.2.2004 13:57