Donnerstag, 26. Februar 2004

Tirol: Neues Schlusslicht bei der Kaufkraft

  • Wegen hoher Wohnungskosten und niedriger Löhne Burgenland abgelöst
  • Wien bleibt unangefochten auf Platz 1 bei Kaufkraft

Das Burgenland bildet nicht mehr Österreichs Schlusslicht im Wohlstandsniveau. Vielmehr ist Tirol - auf Grund der hohen Wohnungskosten und der relativ geringen Pro-Kopf-Einkommen - an den letzten Platz beim Kaufkraft-Ranking gerutscht.

Wien liegt auf Grund des moderaten Preisniveaus unangefochten auf Platz eins, gefolgt von Niederösterreich und Vorarlberg.

In der Studie von Statistik Austria und OGM, die am Donnerstag präsentiert wurde, liegen Oberösterreich und Salzburg im Mittelfeld, gefolgt von Kärnten und der Steiermark. Burgenland liegt auf dem vorletzten Platz.

Während sich bisherige Studien zur Kaufkraft nur auf die Netto- Einkommen bezogen, zeige diese Analyse die "tatsächliche Kaufkraft", weil das Preisniveau der Regionen - und damit auch die Ausgabenseite - erstmals mitberücksichtigt wurde, erläuterte OGM-Geschäftsführer Wolfgang Bachmayer.

Dabei haben sich vor allem Wohnungskosten als "starker Hebel" herausgestellt und für Überraschungen bei diesem Ranking geführt, hieß es. Diese sind in Salzburg, Vorarlberg und Tirol am höchsten, in Kärnten, dem Burgenland und Niederösterreich sind dagegen Grundpreise oder Mieten vergleichsweise gering.

Höhere Preise für Dienstleistungen und Gastronomie in den westlichen tourismusintensiven Bundesländern haben sich ebenfalls deutlich im Index niedergeschlagen. Vor allem in Niederösterreich, aber auch in Kärnten und dem Burgenland haben sich die geringen Kinderbetreuungskosten als Preisdämpfer herausgestellt.
(apa)

26.2.2004 13:11