FORMAT: Ex-Yline-Chef attackiert FPÖ und Grasser
- Werner Böhm kann im FORMAT-Exklusiv-Interview "nicht ausschließen, daß es Aktien-Geschenke an die FPÖ gab."
- Neue Yline-Aktien-Treuhandschaft aufgetaucht
·YLine-Pleite
IBM blockiert den Zwangsausgleich
·Fall Grasser
Finanzminister: "Da ist nichts dran"
Werner Böhm, Ex-Chef des vor zweieinhalb Jahren in die Pleite geschlitterten Internet-Unternehmens Yline AG, bricht erstmals sein Schweigen und attackiert die FPÖ sowie Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner neuesten Ausgabe.
In einem FORMAT-Exklusiv-Interview nimmt der deklarierte FPÖ-Sympathisant Böhm erstmals öffentlich Stellung zur Rolle der YLine sowie ihrer Tochter FirstInEx in der Affäre um die private Home-Page von Finanzminister Karl-Heinz Grasser.Böhm zum hartnäckig kursierenden Gerücht, FPÖ-Politiker hätten durch Insider-Geschäfte mit YLine-Aktien Millionen verdient: "Ich selbst habe nie Aktien an die FPÖ verschenkt. Ich kann aber nicht ausschließen, daß andere Leute aus meinem Umfeld solche Geschenke gemacht haben.".
Wie FORMAT weiter berichtet, fordert Böhm Finanzminister Grasser im Zusammenhang mit einer bisher unbekannten Transaktion mit Yline-Aktien "zu mehr Transparenz" auf: Der schon als Treuhänder für FirstInEx-Aktien von Grassers Vater Karl auftretende Klagenfurter Rechtsanwalt Stephan Medwed hat demnach am 9. Juli 2001 35.234 Stück Yline-Aktien als Treuhänder übernommen.Laut FORMAT vorliegenden Informationen wurde das Paket schon ein Monat später um rund 300.000 Euro wieder verkauft - gerade noch rechtzeitig, weil Yline im September 2001 in den Konkurs rasselte.
Böhm fordert nun Aufklärung darüber, für wen Anwalt Medwed als Treuhänder aufgetreten ist. FORMAT zitiert Böhm mit den Worten: Das ist ein ungustiöser Vorwurf des Insiderhandels. … Das betrifft ja nicht nur den Herrn Bundesminister Grasser und ein paar andere - sondern da sind wir ja alle mit dabei." Medwed wollte die Angelegenheit gegenüber dem Magazin nicht kommentieren.
Böhm, gegen den seit zweieinhalb wegen des Verdachts auf Untreue, Verstoß gegen das Aktiengesetz, schweren Betrug und Bilanzfälschung ermittelt wird, ist laut FORMAT "bisher nicht ein einziges Mal einvernommen worden": "Ich bin vermögenslos. Einer meiner besten Freunde ist der Gerichtsvollzieher."
Die ganze Story lesen Sie im FORMAT nr. 9/04!
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