Mittwoch, 25. Februar 2004

Brau Union neu: An den Start mit mehr Bierverkauf

  • Erlöse 2003 durch Wechselkursverluste eingefroren
  • Alte BBAG hätte Rekordergebnis gebracht

Die Brau Union - nach der Übernahme durch den niederländischen Bierriesen Heineken für das Geschäft in Österreich und Osteuropa zuständig - hat im abgelaufenen Jahr 2003 auch in ihrer neuen Formation mehr Bier verkauft. Zählt man die im Jänner 2004 operativ dazu gestoßenen Ost- und Südosteuropa-Brauereien von Heineken dazu, setzte die Brau Union 28,2 Millionen Hektoliter ab, um 4,1 Prozent mehr als 2002, als die Unternehmen noch nicht unter einem Dach waren.

Der Netto-Umsatz blieb jedoch mit 2,1 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau, bedingt durch negative Währungseinflüsse. Diese Zahlen nannte Brau Union-Chef Karl Büche in einer Pressekonferenz mit seinen Vorstandskollegen Wolfgang Berger-Vogel und Stefan Orlowski am Mittwoch in Wien.

Ein Ergebnis für die Brau Union neu wurde heute nicht vorgelegt, weil die ehemalige BBAG erst mit Beginn des vierten Quartals 2003, also mit 1. Oktober, zur Gänze in das Heineken-Geschäft konsolidiert wurde. Ab 2004 könne wieder ein Ergebnis dargestellt werden, hieß es. Der Vorstand sagte lediglich, die alte BBAG hätte 2003 vor Einmal- und Konsolidierungseffekten neuerlich ein Rekordergebnis erzielt. Beim Bier habe es ein zweistelliges Plus gegeben, bei Immobilien gab es gleichfalls mehr Gewinn und auch der Fruchtsaftbetrieb Pago brachte - trotz eines restrukturierungsbedingten Umsatzrückgangs (das Skandinavien-Geschäft wurde "outgesourct") - ein Ergebnisplus.

In der Heineken-Bilanz ist die Brau Union - da seit Oktober mitbilanziert - nur mit drei Monaten 2003 vertreten. Das heißt, nur der Absatz des Schlussquartals der BBAG (2,6 Mio. hl) floss aus der früheren "Büche-Region" nach Amsterdam in die Bilanz ein.

In Summe setzte die BBAG 2003 13,3 Mio. hl Bier ab. Mitsamt der Ost-Betriebe Heinekens, die ja im Jänner 2004 unter das Dach der Österreicher kamen, deckt die Brau Union neu mit 28,2 Mio. hl im Heineken-Konzern mehr als ein Viertel des gesamten Konzern-Bierverkaufs-Volumens (2003: 99 Millionen Hektoliter) ab und ist nun Arbeitgeber für rund 16.000 Menschen.

In sieben von neun Heimmärkten ist die Brau Union bei Bier jetzt Nummer eins, darunter unangefochten in Österreich(579,8 Mio. Euro).

Die stärksten Umsatzzuwächse verbuchte die Brau Union in Bulgarien (plus 26,6 Prozent), der Slowakei (plus 19,0 Prozent), Rumänien (plus 17,3 Prozent und Kroatien (plus 15,7 Prozent). Wechselkursverluste in Polen, Ungarn und Rumänien hätten jedoch die große Teile des Zuwachses aufgefressen.
(apa, red)

25.2.2004 14:20