Handelsriese Rewe: Der Konsumflaute trotzen
- Umsatz und Betriebsergebnis der Billa-Mutter deutlich gesteigert
Der Kölner Handelsriese und Billa-Eigentümer Rewe trotzt der Konsumflaute. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 4,7 Prozent auf 39,2 Mrd. Euro (netto). Auch im laufenden Jahr setze Rewe mit geplanten Investitionen von einer Mrd. Euro und 340 geplanten Neueröffnungen auf Expansion.
Unternehmenschef Hans Reischl: "Entgegen dem rückläufigen deutschen Einzelhandel hat die Rewe auf dem Heimatmarkt den Umsatz weiter gesteigert, der Wachstumsmotor Ausland läuft mit einem zweistelligen Plus auf vollen Touren, das Reisegeschäft hat sich besser entwickelt als die Branche, und die Rewe Gruppe verbesserte das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um mehr als 30 Prozent", betonte Reischl auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz.
Ein genaues Ergebnis nannte er allerdings. Zum Jahresende wird der Manager die Unternehmensführung nach 27 Jahren an der Firmenspitze an den bisher für das internationale Geschäft zuständigen Vorstand Ernst Dieter Berninghaus abgeben.
Vor allem das Stammgeschäft, der Lebensmittelhandel, boomte. Hier konnte Rewe den Umsatz um 6,6 Prozent steigern. Der Flaute auf dem Touristikmarkt konnte sich Deutschlands drittgrößter Touristikkonzern dagegen nicht entziehen. Hier musste Rewe einen Umsatzeinbruch um sieben Prozent hinnehmen. Doch sei eine Aufhellung des Reiseklimas unverkennbar, zeigte sich Reischl für das laufende Jahr optimistisch.
(apa, red)
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